Kapitel 11: Gespräch in Nibelheim
Nach einigen Stunden kam ich in Nibelheim an. Coca war erschöpft von der Reise und ich ließ ihn ein wenig nach Nahrungssuche gehen. Er wollte sowieso nicht mit in die Stadt. So ging ich erst einmal zum Gasthaus. Dort setzte ich mich an die Bar. Die 600 Gil hatte ich noch immer in der Tasche. "Eine Cola bitte." meinte ich zum Barkeeper. Dieser nickte nur und gab sie mir. "Wie ich sehe sind sie auf der Durchreise." meinte der ältere, etwas rundliche Mann zu mir. "Ja das stimmt." Er sah mich seltsam an. "Ich kenne sie von irgendwo her. Sind wir uns schon einmal begegnet?" Ich trank etwas. "Wüsste nicht wo..." der Barkeeper kam hinter der Bar hervor und ging auf mich zu. "Sie erinnern mich an jemanden von früher. Kann es sein das sie der Sohn eines Ausbilders sind, der mal bei Shinra war?" Ich sah ihn verwundert an. "Wie kommen sie darauf." "Nun, ich und ein paar andere habe immer gegen ihn Karten gespielt. Ist ihr Vater vielleicht Ausbilder gewesen?" Ich schüttelte den Kopf. "Da muss ich sie enttäuschen. Ich kenne meinen Vater nicht. Zudem war ich einmal Ausbilder. Aber das ist schon über 10 Jahre her." Der Barkeeper sah mich entsetzt an. "Segeta? Erinnerst du dich an mich." Ich musterte den älteren Mann nun genau. "John? Bist du das?" Der ältere Mann nickte. "Du bist ja ziemlich alt geworden. Ich habe dich gar nicht wieder erkannt." John klopfte mir auf die Schultern. "Dafür hast du dich so gut wie gar nicht verändert. du hast ja noch nicht einmal Falten im Gesicht. Darüber haben wir uns schon damals den Kopf zerbrochen." "Die Natur hat mir halt die Jugend in die Wiege gelegt." Ich begann so zu kichern. John ebenfalls. "Irgendwann verrätst du mir, welche Faltencreme du dir auf die Haut schmierst. Na egal." Er sah mich fröhlich an.
"Sag mal John... Was ist hier eigentlich passiert? Hier in Nibelheim. Stimmt es das Sephiroth im Reaktor verrückt geworden ist?" John sah mich traurig an. "Nun eigentlich hat er dort oben irgendetwas gefunden. Dann ist er in die Shinra-Villa gegangen und hat sich über Wochen hin nicht mehr hinaus gewagt. Man sagt er soll die gesamte Bibliothek im Keller gelesen haben." Ich wurde hellhörig. "Dort unten haben doch früher Lukretia, Hojo und Dr. Gast gearbeitet! Er hat also die Forschungsunterlagen gelesen." John nickte. "Ich hätte nie gedacht, das er sowas tut... Es tut mir wirklich Leid Segeta. Wo warst du eigentlich die ganzen Jahre?" Ich sah John an. "Ich war auf einer Insel. Dort bin ich mit Coca hingekommen." John sah mich irritiert an. "Wer ist Coca?" "Mein Chocobo. Neben meinem Beruf habe ich eine Chocobozucht betrieben. Coca ist ein goldener Chocobo. Und die Insel liegt nordöstlich auf der Weltkarte. Ich glaube sie ist nicht einmal eingezeichnet. Dort habe ich meine Zeit verbracht." John schüttelte nur den Kopf. "Segeta, hast du nicht einmal den Meteor bemerkt, der auf uns zugerast ist?" "Doch, aber ich habe mich nicht für ihn interessiert, da ich gedacht hatte, er wäre so ne Art Himmelserscheinung." John schüttelte wieder nur den Kopf. "Was machst du eigentlich hier John?" Er ging wieder hinter den Tresen. "Ich, ich habe kurz nach dem Vorfall hier in Nibelheim gekündigt und bin hergezogen. Nun arbeite ich als Gastwirt. Shinra hat sich in dieser Zeit stark verändert musst du wissen. Schon allein durch den damals neuen Präsidenten Rufus, der mittlerweile von Brooklyn abgelöst worden ist." Segeta nickte.
John nahm das leere Glas vom Tresen. "Wusstest du eigentlich, das unser alter Freund Vincent ab und an in der Shinra-Villa wohnt. "Wen meinst du? Der, der mit Cloud und den anderen Sephiroth aufgehalten hat?" John nickte. "Ich wüsste nicht, woher ich ihn kennen sollte. Der ist doch noch ziemlich jung." John schüttelte wieder den Kopf. "Na, das ist der alte Vincent. Der, der mal bei den Turks gearbeitet hat. Der war in diese Lukretia verknallt." Ich sah John ungläubig an. "Wie kann den das sein? Der ist doch vielleicht 25 oder so." John nickte. "Hojo hat ihn damals ... damit meine ich, nicht wirklich umgebracht... eher konserviert und eingesperrt." Ich sah ihn noch immer ungläubig an. ~Dann hat er seinen eigenen Sohn getötet! Dieses Schwein!~ In mir stieg die Wut hoch. "Dieser... wo ist er eigentlich gerade?" fragte ich John. "Der ist zum Cosmo Canyon gegangen. Wollte irgendetwas mit seinen alten Freunden bereden. Du musst wissen, ich unterhalte mich manchmal mit ihm." Ich nickt und stand auf. "Wo willst du denn hin Segeta?" Ich ging zur Tür. "Es war schön dich mal wieder getroffen zu haben. Aber ich habe noch etwas zu erledigen." Ich rannte raus, zum Südausgang Nibelheims. Ich pfiff lautstark in die Pfeife und Coca kam angerannt. "Zum Comso Canyon Coca!" ~Sephiroth, dir wurde dermaßen übel mitgespielt, das schreit gerade zu nach Vergeltung!!!~
So raste ich mit Coca in Richtung Cosmo Canyon.