Kapitel 12: Gelöschte Erinnerungen
So schnell war ich noch nie von einem Ort dieses Kontinentes zu einem anderen gekommen. Ich war mit Coca die gesamte Zeit über geflogen und hatte nur zwei Tage gebraucht. Als ich am Cosmo Canyon ankam, war Coca völlig erschöpft und ruhte sich neben einem Feuer aus.
Ich ging, noch immer mit Wut im Bauch die Treppen zu einem Haus mit einem Teleskop hinauf. Eine Frau kam mir entgegen. "Guten Abend der Herr... Möchten sie Substanz kaufen?" Ich blieb stehen. Ich wollte eigentlich nach oben, um Red XIII und mit etwas Glück auch Vincent um die Ecke zu bringen. Aber nun kam mir der Gedanke, das ich mein Waffenarsenal ein wenig aufrüsten könnte. "Was haben sie den so da?" fragte ich die Frau. Diese war erfreut darüber, das ich ihr Angebot wahrnahm. "Ich habe erst gestern neue Substanzen bekommen. Bitte folgen sie mir." Ich ging mit der Frau in eines der Geschäfte. sie ging hinter den Tresen. "Ich brauche die stärksten Substanzen" Die Frau nickte. "Warten sie bitte kurz, ich hole ihnen eine Auswahl aus dem Lager." Sie ging nach hinten. Ich sah zur Seite und erblickte einen alten Mann, der scheinbar ein wenig in der Luft zu schweben schien. Neben ihm lief ein löwenähnliches Tier, das wie ein Mensch sprach. "Sag Opa, was ist denn so wichtig, das du mich brauchst. Ich muss nach Rocket Town. Schließlich soll ich mich dort mit den anderen Treffen." ~Das müssen Bugenhagen und Nanaki sein. Dann hat Vincent sie also schon besucht. Ich muss mich beeilen. Wenn sie alle zusammenkommen, wird es schwieriger.~ Die beiden gingen eine leiter nach oben. Kurz darauf kam die Frau wieder. "Das sind die besten die ich momentan habe." Ich sah mir das Sortiment an. "Wie viel kostet eine der Substanzen?" fragte ich. "Nun, diese kostet 300, die anderen hier 100 und der Rest durchschnittlich 50 Gil." Ich betrachtete die 300 Gil teure Substanz. "Kann diese etwas besonderes, das sie teurer ist, als die anderen?" fragte ich die Verkäuferin. "Nun, eigentlich sind das Spottpreise. Seit Sephiroth gewütet hat und seit den letzten Ereignissen, ist Substanz nicht mehr so gefragt. Daher haben mir viele ihr Substanzen verkauft." Ich nickte. Nebenbei begutachtete ich die Substanz. ~Das sind ja fast alles MASTER-Substanzen!~ "Ich nehme die 300 zwei 100 und eine 50 Gil Substanz." Ich legte die 550 Gil Bar auf den Tisch. Die Frau sah mich erfreut an. "Ich danke ihnen!" "Nichts zu danken." Ich steckte mir die Substanzen in die Taschen. Dann ging ich aus dem Gechäft und die Leiter hinauf, an der zuvor Nanaki und Bugenhagen hinauf gegangen waren. Ich stieg die Leiter hinauf. Draußen war es bereits Nacht.
Ich schlich mich zu dem etwas seltsam gebauten Haus mit dem Teleskop. Ich fand wieder ein leicht geöffnetes Fenster, von dem aus ich lauschen konnte. ~Die haben wohl alle offene Fenster!... Die sind aber ganz schön leichtsinnig.~ Ich hörte, wie sich die beiden im Haus unterhielten. Doch bevor ich weiter hinhörte, nahm ich die Masamune. Ich drückte mit Daumen und Zeigefinger meiner rechten Hand etwas über dem Ende des Griffs zwei versteckte Druckpunkte hinein. Daraufhin sprang das Ende des Griffes heraus und ich konnte es wie das Magazin einer Pistole ein Stück herausziehen. Soweit, das alle acht miteinander verbundene Schächte frei wurden. Drei waren bereits mit Substanz belegt. Eine MASTER-ZAUBER-Substanz, eine Feindeskönnen-Substanz und eine Quadrazauber-Substanz und. Dazu kamen nun eine Wiederherstellen-Substanz, eine Alle-Substanz, eine Barriere-Substanz und eine weitere Substanz, deren Wirkung darin bestand, die Waffe in der sie angelegt ist, energetisch zu laden, wodurch bei einem Treffer der Gegner noch geschockt wird. Somit waren sieben der acht Schächte belegt. Ich bemerkte jedoch noch eine weitere Substanz in meiner Tasche. Ich nahm sie heraus und öffnete meine Hand. In ihr lag die schwarze Substanz. Sie zog mich irgendwie magisch an. ~Diese Substanz... ich weiß immer noch nicht, was das für eine ist. Besser ich teste sie später einmal... schließlich weiß ich nicht, was sie macht und jetzt ist mir das zu unsicher.~ Ich steckte die schwarze Substanz wieder in die Tasche. Dann lauschte ich am Fenster...
Nanaki und Bugenhagen waren im Haus. Nanaki saß am Rande und hörte Bugenhagen zu, der etwas an einem Schreibtisch suchte. "Was ist den nun Opa! Warum soll ich hier warten?" Bugenhagen suchte noch etwas an seinem Schreibtisch. "Nun ich habe etwas herausgefunden. Ein Mittel, das betäubt. Man könnte das für Operationen usw. verwenden, solange es in kleinen Mengen verabreicht wird. Sonst ist es noch zu schädlich für das Gehirn. Daher sollst du es einem alten Bekannten bringen, der in der Nähe wohnt. Er wollte sich das Mittel mal ansehen. Aber pass auf, atme es nicht ein!" Bugenhagen gab Nanaki eine Flasche mit einer milchigen Flüssigkeit. "Gut, dann kann ich ja endlich los!" meinte Nanaki und ging aus dem Raum.
Ich ging vom Fenster weg und wartete das Nanaki aus dem Haus kam. Nach ca. einer Minute kam er dann hinaus. Bugenhagen schien ihm nicht zu folgen, da das Teleskop oben ausgefahren wurde. Nanaki ging auf die Treppe zu. Ich schlich mich von hinten an ihn heran, als eine Windböe von meine in seine Richtung wehte. Nanaki drehte sich abrupt um. "Wer ist da?" er sah mich, wie ich die Masamune in der Hand hielt. "Sie..." Nun musste ich schnell handeln. Da ich zu noch zu weit entfernt war, um ihn direkt zu attackieren, benutzte ich die von vornhin erworbenen Substanzen. Ich schoss einige Feuerbälle auf Nanaki, doch dieser war zu schnell, als das ich ihn getroffen hätte. Jedoch schien er Abstand mir gegenüber zu halten. Dann erwischte mich ein Eisblock und ich wurde nach hinten geworfen. Ich landete im Dreck. Nanaki sprang auf mich zu. Scheinbar hatte ihm Vincent erzählt was vorgefallen war. Er sprang wie gesagt auf mich zu, doch ich war zu schnell. Im Nahkampf hatte er keine Chance. In der Drehung traf ich seine Tasche, die er um seinen Hals trug. "Warum willst du uns etwas antun?" "Ihr... habt sephiroth auf dem Gewissen." Mehr sagte ich nicht zu und schlug mit der Masamune zu. Kleine Eispickel flogen durch die Luft, direkt auf Nanaki zu. Dieser sprang weg und die Eispickel bohrten sich zum Teil in den Boden. Das war eine alte Technik, wobei die gekoppelten Substanzen beim Zuschlagen genutzt wurden. In diesem Fall flogen bei jedem Schlag Eispickel auf den Gegner.
Nanaki wich meinen Schlägen weiterhin aus. Doch dann wurde er allmählich langsamer un begann zu schwanken. Ich bemerkte, das aus der Tasche, die um seinen Hals hing, dampf aufstieg. Dann fiel Nanaki hin. Scheinbar hatte ich die Flasche beschädigt. Nanaki fiel bewusstlos zu Boden. Ich wollte ich ihm nähern, wurde dann aber von den Dämpfen abgehalten.Kurz darauf kam eine Person die Leiter hinauf. Ich konnte nicht anders und versteckte mich hinter einigem Gelumpe. Die Person schien Nanaki zu entdecken und schrie auf.
Zwei Tage später, war ich sicher, das Nanaki mir nicht noch einmal in die Quere kommen würde. Die Chemikalie hatte schwere Schäden bei ihm verursacht. Er hatte sich vergiftet und dieses Gift schien sein Gehirn angegriffen zu haben. Er lag bewegungsunfähig im Bett und konnte sich an nichts erinnern. Ich reiste weiter.
Vincent war unmöglich noch auf diesem Kontinent. Es sei den er hatte ein Handy oder ähnliches, was ich aber durch Tifa, die mir sagte er habe keines, eher unwahrscheinlich fand. nun waren nur noch Yuffi und Cloud übrig. Tifa war dann zwangsläufig auch dabei. Ich konnte wohl das Treffen nicht mehr verhindern, aber ich wollte mich wenigstens Vorbereiten. Ich machte mich auf den Weg nach Wutai, in der Hoffnung Yuffi noch anzutreffen, bevor diese abgereist war.
So verließ ich den Cosmo Canyon...