Kapitel 10: Im Nibelreaktor
Das Unwetter war vorüber gezogen und die Nacht breitete ihren Mantel über dem Nibelgebirge aus. Ich war gerade mit Coca unterwegs. Da man in der Luft auf starke Winde traf gingen wir oder besser Coca, zu Fuß. Ich kannte diese Gegend. Ich war damals als Schaulustiger dabei, wie sie den Reaktor gebaut hatten. Heute wusste ich natürlich, das das Anzapfen der Makoenergie den Planeten schädigt und so hatte sich meine Einstellung gegenüber den Makoreaktoren geändert.
Doch nun wollte ich hier etwas herausfinden. Ich wollte wissen, warum Sephiroth damals angeblich "verrückt" wurde. Ich stieg von Coca ab und stieg die Treppen zum Reaktor hinauf. Als ich ihn betrat suchte ich nach einem Lichtschalter, da es stock duster war. Ich fand einen und legte ihn um. Das Licht begann zu flackern und blieb dann an. Ich ging den Gang entlang. Im Reaktor waren Spuren von einem Kampf zu sehen, die Teilweise beseitigt worden waren. Ich kam kurz vor dem Reaktorraum an. Die Maschinen standen still und der Lebensstrom war noch leicht zu sehen. Er floss scheinbar gemütlich dahin. Ich ging weiter. Ich kam an einen Raum, in dem viele Gefäße mit einem Bullauge als Fensteröffnung standen. ~Was ist den das hier? Das sieht ja schon fast aus wie ein Labor!~ Ich ging die Stufen zu einer Tür hinauf, über der in Großbuchstaben "JENOVA" stand. ~Was das wohl bedeutet?~ Ich ging auf die Tür zu und öffnete sie. Ich sah hinein. Im Raum befand sich eine kaputte Glaskapsel. In ihr war nichts weiter vorhanden, außer etwas Staub. ~Was könnt ihn wohl dazu gebracht haben...~
Ich dachte stehen im Raum nach, als ich plötzlich von hinten angesprochen wurde. "Ohhh, interessant eine menschliche Person hier anzutreffen!" Ich drehte mich um. "Wer ist da?" fragte ich. Dann sah ich, wie ein Wesen, das ein wenig dem Geschöpf Gollum aus "Der Herr der Ringe" ähnelte, der einmal in Junon im Kino lief. Jedoch sah die Person nicht so schlimm aus. Sie hatte ein Brille und einen Doktorkittel an. "Wer sind sie?" fragte ich. "Ich, ich bin Jojo... Und ich bin gerade auf einer Inspirationssuche." Ich sah ihn verwirrt an. "Inspirationssuche." Jojo nickte. "Jaaaaaa... Ich betrachte die Subjekte meines Vater und versuche so auf neue Ideen für Experimente zu kommen." Ich sah das Wesen an. "Sie... sie sind also ein Forscher... und wer war ihr Vater, der an diesen geforscht hat?" fragte ich den seltsamen Typen vor mir. "Nun das war mein Vater Hojo!"
Als ich diesen Namen hörte, packte mich die Wut, da alte Erinnerungen hoch kamen. "Dies ist kein ehrenvoller Mann gewesen! Er hat mehr als nur ethische Grenzen überschritten!" Jojo sah mich verwundert an. "Eti... ehn...ethnische Grenzen? Was ist den das?" Ich sah ihn geschockt an. ~Der kommt ja ganz nach seinem Vater.~ "Sagen sie mal, können sie mir etwas über erzählen? Das was da draußen über der Tür steht." Jojo nickte. "Ohhh... Das war ein wunderbares Subjekt meines Vaters. Sie war die Mutter von Sephiroth." Ich war sprachlos. "Sie lügen!" meinte ich zu Jojo. "So hat es mir mein Vater erzählt. Er hatte Sephiroth damals mithilfe von Jenova geschaffen." Ich ging auf Jojo zu und packte ihn am Kragen. "LÜG MICH NICHT AN!" schimpfte ich zu ihm. Jojo erschrak. "Lassen sie mich los. Das ist das, was mir mein Vater erzählt hat." Ich ließ von ihm ab, da er scheinbar die Wahrheit sagte. ~Das... das kann doch nicht sein... Lukretia ist doch die Mutter von Sephiroth!... Sie hatte mir doch selbst von der Schwangerschaft erzählt!... Als sie im zweiten Monat war!~
Segetas Erinnerung: Vor mehr als 20 Jahren in Nibelheim...
"Lukretia, was ist den mit dir?" fragte Segeta die junge Frau. "Es ist.. es ist nichts weiter..." Lukretia stand mit dem Gesicht zum Fenster. "Ist es wegen dem Vorfall? Ich habe niemandem davon erzählt Lukretia. Ich weiß, die anderen würden es nicht verstehen. Das hast du mir immer wieder gesagt. Aber bitte sag mir was mit dir los ist." Lukretia sah zu Segeta. "Es ist wegen Vincent. Er mag mich sehr, aber meine Arbeit hindert uns. Hojo sieht es schon nicht gern. Und wenn es bekannt wird, das ich schw... äh ich meine ich..." Segeta sah sie geschockt an. "Lukretia... Sag bloß du bist schwanger!" Lukretia sah nun auch Segeta geschockt an. "J... ja..." Segeta nahm ihre Hand. "In der wie vielten Woche bist du?" Sie sah Segeta an. "I... im 2 Monat." Segeta ließ ihre Hand los. "I... im zweiten Monat!... A... aber es ist jetzt eineinhalb Monate her, das wir..." Lukretia schien ein wenig Panik zu bekommen. "M... mach dir keine Sorgen Segeta. Es ist Vincent und mein Sohn! Du bist nicht der Vater!" meinte sie schnell. Segeta schien auf einer Seite glücklich, auf der anderen enttäuscht. "Wenn es sicher ist, das es Vincent ist... Und ich dachte schon ich würde bald Vater werden..." Lukretia sah Segeta bittend an. "Bitte Segeta, erzähl es niemanden. Meine ganze Arbeit und alles hängt davon ab. Und wenn Vincent es erfährt, ist seine Stelle bei den Turks gefährdet." Segeta sah sie lieb an. "Lukretia. Du kennst mich doch. Ich schweige wie ein Grab. Schließlich tut man sowas für eine alte Freundin." Segeta ging zur Tür. "Ich muss los. Meine Schüler warten auf mich. Schließlich sollen das bald SOLDAT-Anwärter werden!" Lukretia nickte. Dann ging Segeta zur Tür hinaus.
8 Monate später... Segeta, der aus Junon nach Midgar gekommen war, ist auf dem Weg zum Kreißsaal. Als er vor ihm auf Hojo trifft. "Und wie geht es ihr?" fragte Segeta Hojo in Eile. Doch dieser nickte nur. "Es hat Komplikationen gegeben. Lukretia ist an den Folgen der Geburt gestorben." Segeta sah sich erschrocken um. "Lukretia ist..." Hojo nickte. "Und wo ist Vincent?" Hojo sah Segeta irritiert an. "Vincent? Der ist doch schon seit Monaten tot." meinte Hojo. "Segeta sah ihn an. "Und was wird dann aus ihrem Kind?" fragte Segeta den Professor. Diese sah ihn seitlich an. "Shinra wird sich um ihn kümmern. Er ist ein Waisenkind... Daher wird sich Shinra seiner annehmen." Segeta sah ihn erstaunt an. "Seit wann nimmt sich Shinra Waisenkindern an?" fragte er Hojo. Dieser sah ihn misstrauisch an. "Das geht sie nichts an. Er ist ein Waisenkind und da seine Mutter eine besondere Angestellte war, fühlen wir uns für ihn verantwortlich." "Wie heißt er den?" fragte Segeta weiter. "Sephiroth. Lukretia gab ihn den Namen bereits vor der Geburt. Er wird bestimmt einmal ein sehr guter SOLDAT. Ein SOLDAT erster Klasse." Segeta sah den Doktor an. "Sagen sie, würden sie mir erlauben ihn zu trainieren?" fragte Segeta den Doktor. Hojo sah ihn an. "Von mir aus. Sie liefern als Ausbilder immer die besten Schüler ab. Von daher denke ich, geht das in Ordnung. Und nun verschwinden sie! Sie haben hier nichts verloren." "Äh ja..." Segeta ging. "Ach und noch was. Wenn es soweit ist, verraten sie dem jungen nicht, wer seine Mutter ist. Das ist ein Befehl!!!" Segeta sah ihn verwirrt an und salutierte dann zögerlich. "Äh.. ja Herr Professor!" Dann ging Segeta. ~Gut, Schließlich habe ich Lukretia versprochen gehabt, auf ihn aufzupassen.~ dachte er so bei sich, als er das Gebäude verließ.
12 weitere Jahre später... "Du musst deine Verteidigung höher halten Sephiroth!" erklärte Segeta dem jungen Sephiroth, der die Masamune in der Luft hielt, die für seine Körpergröße etwas zu groß war. "Genau, so musst du das machen!" Sephiroth hielt sie nun richtig. "So, jetzt könnten wir mal eine Pause machen." meinte Segeta. "Herr Glory... Ich möchte aber noch keine Pause machen. Ich würde lieber selbst etwas trainieren." Segeta sah ihn an. "Wenn du willst. Ich setzte mich erst einmal hier hin. Segeta setzte sich auf einen Stuhl und legte seine Masamune an die Lehne. Sephiroth trainierte weiter. "Wissen sie was Herr Glory." Segeta sah zu ihm. "Was denn?" "Sie sind mir sehr sympatisch. Sie sind der einzige von den Shinra-Mitarbeitern der mich nicht komisch ansieht und sie sind immer so nett zu mir." Segeta begann zu lächeln. "Nun, du bist mein bester Schüler und... na ja... Ich fühl mich irgendwie für dich verantwortlich. Aus dir wird mal ein ganz großer." Segeta trank etwas. Sephiroth schlug in der Luft mit der Masamune zu und machte so einigeÜbungen. "Verstehe. Aber bei ihnen fühle ich mich, als hätte ich einen Vater." Segeta verschluckte sich und musste husten, wobei er einen Teil des Getränks neben sich auf die Wiese spuckte. "Ist alles in Ordnung Herr Glory?" Segeta nickte. "Ja. Ich hab mich nur verschluckt. Mach ruhig mit denÜbungen weiter." meinte Segeta. ~Schade das ich nicht sein Vater bin. Dann müsst er nicht immer den ganzen Tag trainieren, obwohl er ein ausgesprochen seltenes Talent besitzt.~ Segeta sah Sephiroth weiter beim Training zu.
4 weitere Jahre später... "Was sagen sie da! Ich soll mich von Sephiroth fern halten!?" protestierte Segeta gegenüber Hojo. "Das ist ein Befehl. Sie werden neuen Schülern zugeteilt. Wir übernehmen jetzt die Ausbildung von Sephiroth." "Sie... wer gibt ihnen denn das Recht dazu!" Hojo holte ein Formular hervor. "Der Präsident hat mir die persönliche Befugnis erteilt." Segeta schlug mit der Faust auf den Tisch. "Sie... altes Arschloch!" "Nehmen sie das zurück! Sie sind noch immer Ausbilder der Shinra Inc. und somit mir unterstellt!" Segeta sah ihn an. "Jetzt nicht mehr! Ich kündige!" Hojo sah ihn starr an. "Sie kommen in einer Woche sowieso wieder, weil sie keinen Job finden werden, dafür werde ich sorgen." Segeta schlug ihm seitlich ins Gesicht. Dieser flog nach hinten in den Stuhl. "Ich hoffe, dass wenn ich zurückkomme ich sie unter der Erde liegen sehe!" Segeta riss sich das Abzeichen was ihn als Ausbilder kennzeichnete ab und knallte es auf den Tisch. Dann verließ er wütend den Raum. Hojo stand mit schmerzhafter Wange auf.
Erinnerung Ende...
Segeta stand noch immer im Reaktor. "Hey sie?" meinte Jojo und zog an SegetasÄrmel. ~Wenn er sich nach einer Minute nicht wieder bewegt, dann kann ich ihn als neues Subjekt benutzen!~ Doch kurz darauf spurtete Segeta los und rannte Jojo um. ~Sie haben ihn angelogen. Was seine Mutter angeht und was einen Vater angeht. Und dann haben sie ihn umgebracht, als er sich rächen wollte. Diese Schweine!~ Segeta rannte aus dem Reaktor. Schwang sich auf Cocas Rücken und machte sich auf den Weg nach Nibelheim. Kurz darauf kam Jojo aus dem Reaktor. "Schade... Ich hätte ein neues Subjekt gebrauchen können."