Kapitel 12: Das Südtor
Kuea wachte an einem kleinen Hang auf. Sie lag im Graß neben einem großen Haufen Holz, welches einmal ein Frachtschiff gewesen war. ~Wo bin ich?~ dachte sie. Sie sah sich um und stand auf. ~Wo ist denn der komische Typ hin?~ sie sah zum zerstörten Frachtschiff und erschrak. Dann ging sie auf das Frachtschiff zu und untersuchte es. Es machte keinen Sinn mehr hier irgendetwas zu tun. ~Ich mach mich mal besser auf den Weg.~ Sie sah den Berg hinauf. In der Ferne konnte man das Südtor erkennen. ~Dort muss ich hin!~ dachte sie und machte sich auf den Weg Richtung Grenze. Sie sah nicht zum Frachtschiff zurück. Der Weg war steil und langwierig. Kuea taten nach kurzer Zeit die Beine weh. "Wie weit ist es denn noch bis zum Südtor?" dachte sie bei sich. Als sie nach oben durch die Bäume sah, erkannte sie ein Schiff das weit oben am Himmel auf das Südtor zuflog. ~Der hat es gut.~ Sie seufzte und setzte ihren Weg fort. Währenddessen dachte sie an die Geschehnisse im Kerker zurück. Kuja hatte sich quasi geopfert, damit sie fliehen konnte. ~Hoffentlich lebt er noch.~ Sie betrachtete ihre Hände, welche ganz dreckig waren. ~Er hat mir auch diese seltsame Kugel gegeben... Die mit diesen Bestien...~ Kuea blieb stehen. ~ich muss unbedingt mehr darüber erfahren. Und niemand weiß mehr darüber, als Garnet... und natürlich Kuja. Aber die Königin von Alexandria muss mir helfen.~ Sie sehnte sich bereits förmlich nach Alexandria. Auch wenn sie noch nie in dieser Stadt war, hatte sie schon viel davon gehört. Besonders von dem riesigen Schwert, welches aus dem Schloss ragen soll. Sie setzte ihren weg fort.
Zu dieser Zeit am abgestürzten Frachtschiff... Ein Falke landete auf einem derÄste, der umstehenden Bäume und sah auf das Wrack. Seine Augen visierten eine bestimmte Stelle des Wracks an. Kurz darauf begann sich der Holzbalken zu regen. Der Falke breitete seine Flügel aus. Doch als der Balken sich nicht mehr bewegte, zog er sie wieder ein und konzentrierte sich wieder auf den Balken. Dann flog der Balken mit einem Mal weg und eine Hand kam zum Vorschein. Der Falke breitete seine Flügel aus und gleitete zu dem Arm herunter. Dann hoben sich die anderen Holzteile an und ein Mann kam zum Vorschein. Es war Vance. Er schob die Holzteile zur Seite und kam aus dem Wrack hervor. "Endlich raus!" meinte er zu sich selbst und klopfte sich den Dreck von den Sachen. Dann sah er den Falken. "Du bist also auch wieder da." meinte Vance zum Falken. Dieser gab einen kleinen Schrei von sich. "So... Ist das so. Und wo hin ist sie?" fragte Vance. Der Falke sah an Vance vorbei, Richtung Südtor und gab erneut einen Laut von sich. "So... Dann werde ich ihr wohl besser folgen!" meinte er zum Falken. Dieser gab wieder einen Ton von sich und flog zu Vance, der seinen Arm ausstreckte, auf der der Falke landete. Dann wanderte er zu Vances Schulter. Dann ging Vance los. "Besser wir beeilen uns." meinte er zum Falken.
Nach einigen Stunden Fußmarsch, war Kuea fast am Ziel. Das Südtor war noch ungefähr 200 Meter entfernt. Kuea war müde. "Warum müssen die Reiseziele auch immer so weit auseinander liegen!" meckerte sie. Dann kam sie am Südtor an und betrat es. Im Foyer sah sie sich um. Eine Dame stand an der Rezeption, welche ein Herr bediente. Er gab ihr scheinbar eine Auskunft. "Entschuldigen sie, wann geht den das nächste Luftschiff nach Alexandria?" fragte Kuea. Der Mann am Serviceschalter sah auf den Plan. "Das letzte Schiff ist vor 10 Minuten abgeflogen. Das nächste fliegt erst morgen." Kuea ließ den Kopf hängen. "Aber sie können sich solange ein Zimmer nahmen, in unserer Pension. Das Zimmer kostet nur 5 Gil." meinte der Herr am Serviceschalter. Kuea stimmte zu. "Guit. Das nehme ich." meinte sie.
Eine Weile später, erreichte Vance das Südtor. Er blickte auf das riesige Bauwerk. "Sie wird noch nicht geflogen sein. Die Schiffe fliegen nicht nachts." meinte er zu dem Falken, der noch immer auf seiner Schulter war. "Such sie!" befahl Vance und der Falke hob ab. Vance selbst blieb vor dem Südtor stehen...