Kapitel 20: Zurück in Lindblum
Kuea öffnete langsam die Augen. Sie lag in einem weichen und großen Bett. Als sie sich hinsetzte, blickte sie an sich herunter. Sie hatte ein Nachtgewand an und ihre Rippen waren mit einem Verband verbunden. Als Kuea sie berührte, verzog sie das Gesicht vor Schmerz. Scheinbar war eine Rippe gebrochen. Sie erinnerte sich an den Schlag den sie gespürt hatte. Jedoch wusste sie nicht, wer dies gewesen war, der sie KO geschlagen hatte. Kuea sah sich um. Sie rutschte zur Bettkante und stieg aus dem Bett. Laufen fiel ihr nicht schwer, jedoch schmerzte beim bewegen des rechten Beines ihr Brustbereich, wo sich die gebrochene Rippe befand. Sie sah nach draußen und ihr blieb die Sprache weg. Um und in Lindblum befanden sich Lager von Soldaten. Von Tausenden. Scheinbar waren sie aus dem gesamten Herzogtum zusammengezogen worden. Nachdem Kuea das Bild sprachlos beobachtet hatte, wurde die Tür geöffnet. Sie sah zur Tür. Ein Dienstmädchen trat ein. Sie sah Kuea am Fenster stehen. "Miss Kuea. Bitte gehen sie wieder ins Bett. Sie erkälten sich noch." bat die junge Frau. Kuea aber ging auf sie zu. "Was habt ihr mit mir gemacht! Wer hat mich umgezogen?!" Sie packte die junge Frau am Kragen. Kuea selbst war etwas größer als sie. Das Dienstmädchen sah sie etwas ängstlich an. "Bitte Miss Kuea, beruhigen sie sich. Ich habe sie umgezogen. Ihr Sachen war völlig verdreckt." erklärte das Dienstmädchen. Kuea ließ sie nicht los, sondern wollte aus dem Zimmer gehen. Die junge Frau hielt Kuea jedoch panisch zurück. "Bitte! Bleiben sie im Zimmer. Der Herzog hat es befohlen. Und wenn ihr nicht das befolgt, dann wird er mich bestrafen! Und ich will nicht stehenbleiben!" erklärte sie Kuea mit bettelnder Stimme. Kuea sah sie an. Angst spiegelte sich in ihren Augen wieder. Todesangst. Kuea glaubte nicht, dass sie log. Dafür war es zu realistisch. Jedoch verstand sie nicht, was sie mit "stehenbleiben" meinte. Kuea ging auf sie zu. "Was bedeutet denn 'stehenbleiben'?" fragte Kuea. Das Dienstmädchen sah sie an. "Das heißt, dass der Herzog meine Lebensspanne nicht verlängert." erklärte die junge Frau. Kuea sah sie verwirrt an. "Deine Lebensspanne? Verlängern? Wie soll den das gehen? Jeder lebt doch solange, bis er irgendwie ums Leben kommt." Die junge Frau schüttelte den Kopf. "Nicht bei uns Genomen." Kuea sah sie weiter mit verwirrtem Gesicht an. "Heißt das sie sind auch ein Genom, genauso wie mein Vater Kuja!" Das Mädchen nickte. Dann ging Kuea hinter sie und taste über ihrem Steißbein. Dann spürte sie ihn. Den beschriebenen Schwanz, wie Zidane und Kuja ihn auch besaßen. "Aber... was bedeutet das, wenn eure Lebensspanne abgelaufen ist?" fragte Kuea weiter. Das Mädchen sah zu ihr und ging mit ihrem Finger an ihrer Kehle entlang. Kuea verstand die Geste. Sie half dem Mädchen auf, welche sich flehend an sie geheftet hatte. Dann gingen sie ins Zimmer zurück. "Ich danke ihnen." bedankte sich das Dienstmädchen. Kuea legte sich ins Bett. "Wie kommt es, das du nur solch eine begrenzte Lebensspanne hast?" Das Mädchen sah sie traurig an. "Das liegt an Garlant. Er hat jedem Genom eine begrenzte Lebensspanne gegeben, um uns besser kontrollieren zu können. Eine Ausnahme bildeten drei Genome. Kuja, Zidane und Motoko..." erklärte sie. "... Herzog Segeta selbst besitzt auch nur eine begrenzte Lebensspanne. aber durch den Bestientrank, kann er sie nun verlängern. Er hat sie die Fähigkeiten von Garlant angeeignet, bevor Terra von Kuja zerstört wurde. Und nun kann er die Lebenslänge der Genome bestimmen." Sie sah ängstlich zur Tür, als ob sie hoffte das sie niemand hören würde. Kuea verstand nun, warum das Mädchen solche Angst hatte. "Wie ist dein Name?" fragte Kuea. Das Mädchen sah sie an. "Lil." antwortete sie. "Lil sag, ist Segeta hier?" Lil schüttelte den Kopf. "Er ist ausnahmsweise nicht im Schloss. Sondern unterwegs um Soldaten zu formieren. Er ist um einiges fröhlicher, seit ihr wieder zurück seit." meinte Lil. Kuea nickte. "Er hat euch in irgend einen komischen Raum bringen lassen, mit zwei Clowns. Ich musste auch dort hinein und habe zugesehen, wie sie eine Lichtkugel aus euch heraus geholt hatten. Dann sollte ich mich um sie kümmern." erzählte Lil weiter. Kuea sah geschockt zur Seite. ~Oh nein! Das heißt, er hat das was er wollte!~ ...