Kapitel 8: Hinterhalt
Ich wurde durch ein poltern wach. Ich war noch immer im Kerker. Wo sonst... Ich stand auf und sah den Kerkergang entlang. Kleinere Kämpfe waren zu hören. Ich wusste nicht, woher das kam aber es kam näher. Immer näher. Dann wurde die Tür des Ganges durch einen Feuerball aufgesprengt. Rauch stieg auf und ein Mann kam rückwärts hinein gelaufen. Er feuerte immer wieder Feuerbälle ab. Ich erkannte ihn erst durch den Rauch nicht, doch dann erkannte ich ihn wieder. Es war der selbe Mann, der mich vor diesen Einbrechern gerettet hatte. Ich ging von den Stangen weg. ~Wer ist das?... Und vor allem, was will er?~ Ich hörte wie er näher kam, da die Explosionen der Schüsse immer lauter wurden. Dann kam er an meiner Zelle vorbei und sah flüchtig hinein. Dann sah er nach vorn und feuerte mit allem was er hatte.
Nachdem er scheinbar alle Gegner ausgelöschte hatte, wandte er sich zu mir, während ich vor Schreck nach hinten an die Wand gegangen war. Ich konnte nicht glauben wer da vor meiner Zelle stand. Es war Kuja! Der Kuja! Ich kannte ihn von den Bilder meines Vortrages und aus dem Geschichtsunterricht. Nur war er jetzt etwas älter. So ungefähr Mitte 30. "K... Kuja!" ich drückte mich an die Wand. Ich wollte soweit weg wie möglich von ihm sein. Ich hatte zwar selbst nichts so wirklich gegen ihn. Aber bei den Geschichten, die man sich über ihn erzählte, wollte ich lieber auf Nummer sicher gehen. Doch dann sprach er mich an. "Kuea! Komm schnell! Ich hol dich hier raus!" In diesem Moment glaubte ich, ich höre nicht richtig. Warum wollte Kuja, der der die Welt vernichten wollte und ein absoluter Egoist war, mich retten? Ich verstand es nicht. "Warum sollte ich ihnen vertrauen! Wer weiß was sie mit mir anstellen!" Kuja schien leicht nervös und unter Zeitdruck zu stehen. "Keine Zeit für Erklärungen! Willst du hier raus oder nicht?" fragte er mich und hielt mir seine Hand durch die Gitterstäbe hin. Ich überlegte kurz und da ich hier raus wollte, ging ich auf ihn zu und nahm seine Hand. "Sehr schön. Dann geh bitte kurz zur Seite." Ich ging zur Seitenwand und Kuja konzentrierte sich. Dann benutzte er seine Magie und die Gitterstäbe flogen an mir vorbei. "Schnell komm Kuea!" Er ging vor. Ich rannte ihm hinterher. Wir rannten den Gang entlang nach oben. Ich folgte Kuja, der an besiegten Wachen vorbei rannte. Ich konnte sie nur im Vorbeigehen kurz ansehen. Dann kamen wir aus dem Kerker, in das obere Kellergeschoss des Palastes. "Gleich sind wir hier raus!" meinte Kuja zu mir und lächelte mich an. Dann hörte man eine Stimme von der anderen Seite wo wir, um hier raus zu kommen, lang mussten. Es war Cid II. "Wo solls denn hingehen Kuja?" meinte er mit einer Stimme, die zu einem ungezogenen Bengel passte. "Geh mir aus dem Weg Junge, bevor ich dir wehtun muss." warnte ihn Kuja. Cid II. begann zu lachen. "Als wenn du mir Angst machen würdest!" meinte Cid II. zurück und hob den Arm. Kurz darauf erschien Shiva. Ich sah dem ganzen ungläubig zu. "Shiva! Woher kannst du das?" fragte Kuja überrascht. Cid II. begann zu lachen. "Ich habe so meine Quellen." meinte Cid II.. Doch Kuja schien davon nicht besonders beeindruckt zu sein. "Wenn das alles ist!" Kuja streckte seine Arme seitlich aus und Odin erschien. Dieser griff sofort an. Shiva, die Befehle von Cid erwartete wartete. Doch Cid II. sagte nichts. Dann traf Odin Shiva mit seinem Eisenschneider und Shiva verschwand. Kuja sah Cid II. siegessicher an. Ich war völlig überrumpelt. ~Was geht denn hier vor?~ dachte ich, als ich von hinten gepackt wurde und mir ein Schwert an die Kehle gehalten wurde. "Ergib dich Kuja, oder sie stirbt!" meinte eine Stimme, die mir mehr als bekannt vorkam. Kuja drehte sich um und machte ein erschrockenes Gesicht. "Was ist? Hast du das etwa nicht gewusst?" fragte Segeta, der mir seine Masamune an die Kehle hielt. Ich verstand gar nichts mehr. Ich fühlte mich wie ein Zuschauer in einem Krimi. Kuja zielte auf mich und Segeta. "Lass sie los, oder ich muss Gewalt anwenden!" Segeta zog mich näher an sich heran, sodass ich nun fast völlig zwischen ihm und Kuja stand. "Dann wirst du deine Tochter mit töten müssen!" meinte Segeta kalt. Ich bekam den nächsten Schock. "W... wie... was... wer...?" stotterte ich nur hervor. "Ach stimmt ja, das wusstest du ja nicht!" meinte Segeta mit fieser Stimme. "Lass das!" meinte Kuja wütend. "Segeta sah zum ihm und hielt mir die Masamune so nah an die Kehle, das ich die kalte Klinge bereits an der Haut spürte. "Was denn Kuja? Möchtest du das Leben deiner geliebten Tochter aufs Spiel setzen!" Kuja sah wütend zu Segeta. Er schien im Zwiespalt darüber zu sein, was er tun sollte. Ich selbst konnte mich nicht großartig bewegen, da bei der kleinsten Bewegung die Klinge der Masamune meine Kehle durchschnitten hätte. Zudem stand ich unter Schock. "Du bist ein Mistkerl Segeta! Das sieht dir mal wieder üblich!" Segeta begann zu kichern. "Nun man tut was man kann nicht war! Also, fliehst du und überlässt deine Tochter ihrem Schicksal oder gibst du auf?" fragte Segeta noch einmal. Kuja senkte den Arm. "Ich habe wohl keine Wahl. Aber wehe du tust ihr etwas an. Segeta kicherte wieder. "Braver Kuja." meinte er belustigt. So hatte ich Segeta noch nie erlebt gehabt. Zu mir war er immer nett und freundlich gewesen, schon mehr als väterlich. Doch nun war er ein Fiesling in Person. Und dich verstand noch immer nicht warum. "Bringt sie ins !" meinte Cid II., der die ganze Szenerie mit Freude begutachtet hatte.
Nachdem die Wachen Kuja festgenommen hatten, nahm Segeta die Masamune von meiner Kehle und die Wachen brachten mich, wie Kuja, ins sogenannte "Zimmer"...