Kapitel 19: Meine Mutter die Hexe
Segeta stand vor dem Spiegel der Männertoilette und ließ den Wasserhahn laufen. Dann hielt er seine Hände in den Wasserstrahl und sammelte etwas Wasser in seinen Handflächen, in welche er sein Gesicht tauchte. Dann sah er in den Spiegel. ~Soll ich ihnen wirklich davon erzählen?~ fragte sich Segeta selbst und nahm ein Papiertuch. ~Vielleicht ist es besser, wenn ich es ihnen erzähle. Sie können mir ja möglicherweise auch helfen.~ dachte er so bei sich und trocknete sich das Gesicht ab...
Zur selben Zeit saßen Lilia und Camillia am Tisch. "Glaubst du ihm die Geschichte?" fragte Camillia ihre Schwester. "Ja, wieso?" fragte Lilia zurück. "Ganz einfach, es könnte auch genauso gut sein, dass der Andere Verstärkung holt und dieser Segeta uns nur hinhalten soll." meinte Camillia. Lilia protestierte. "Aber Camillia! Das würde er nicht tun! Das weiß ich!" sagte sie. Camillia sah ihr Schwester verwundert an. "Woher kommt das denn?... Sag bloß du magst ihn!" Camillia sah Lilia an. Diese wurde etwas rot, als Camillia dies sagte. "Wusste ich doch! Du bist verknallt!" sagte Camillia. Lilia protestierte. "Das ist nicht wahr! Es stimmt zwar, dass ich ihn mag, aber deswegen bin ich doch nicht in ihn verknallt!" meckerte sie. Camillia musste grinsen. "Soso... und warum regst du dich dann so auf?" fragte sie, wobei sie Lilia mit einem breiten Grinsen ansah. Lilia sah weg. "Glaub doch was du willst!" sagte sie. Camillia musste kichern. Dann bemerkten die Beiden, wie Segeta von der Toilette zurückkam. Segeta setzte sich wieder zu den Beiden an den Tisch. "Und erzählst du uns, was passiert ist?" fragte Camillia mit einem gewissen Unterton. Segeta nickte und begann zu erzählen. Lilia hörte interessiert zu: "Es ist nun ungefähr 15 Jahre her, als es passierte. Meine Mutter, ich weiß gar nicht mehr wirklich, wie sie aussieht, ging zu einer dieser Versammlungen der Hexen und mich lieferte sie bei ihrer Freundin ab. Einer gewissen Eremesia oder so. Die hatte auch zwei Töchter, aber die waren gerade erst geboren. Na ja zumindest...
Vor ca. 15 Jahren:
"MUM! Ich will aber nicht." sagte der kleine fünfjährige Segeta. Die Frau, welche Segeta an der Hand hielt, ging mit ihm auf ein großes Gebäude zu. "Ich bin doch in zwei Stunden wieder da, Liebling. Die Versammlung wird nicht lange gehen." sagte sie. Segeta nickte. Die noch junge Eremesia kam auf Segeta zu. "Erzähl mir, was sie dann beschlossen haben Segesta!" Segesta nickte. "Natürlich." Eremesia seufzte. "Jetzt nachdem das mit Athanasia geschehen ist, werden sie wohl einen Racheplan entwerfen oder zumindest einen Notfallplan." meinte Eremesia. "Keine Angst Eremesia. Mich hat doch noch niemand so schnell klein bekommen. Und dieser Typ wird sicher nicht mehr lange unter uns weilen." sagte Segesta überzeugt. "Gut, dann bis nachher." verabschiedete sich Eremesia. Segesta ging davon. Segeta sah ihr traurig hinterher. "Wir werden uns schon schön beschäftigen... nicht wahr Segeta?" sagte Eremesia. Segeta nickte.
5 Stunden später... "Wo bleibt Mama?" fragte Segeta traurig, als er bei Eremesia und ihren beiden kleinen Töchtern am Tisch saß. "Weiß ich nicht Segeta. Aber langsam mache ich mir Sorgen. Sollen wir mal bei der Versammlung vorbeischauen?" fragte Eremesia. Segeta nickte sofort. Dann gingen sie los. Als sie zum Gebäude kamen, in dem die Versammlung stattfinden sollte, fanden sie ein abgebranntes Haus vor. "Was ist hier passiert?" fragte Eremesia erschrocken. Segeta sah das abgebrannte Haus und riss sich von Eremesia los. Dann rannte er auf die Ruine zu. "Mama!" Er kam an der Ruine an. Einige Hexen, welche teils verbrannt waren, lagen in der Nähe des Gebäudes. Segeta suchte nach Segesta. "Mama! Mama!" rief er und sah dann etwas. In der Hand einer Hexe, welche völlig verbrannt war, befand sich ein Anhänger. Segeta kannte diesen Anhänger. Es gehörte seiner Mutter. "Mama!... MAMA!" er begann zu weinen und versuchte die verbrannte Person, welche nicht zu identifizieren war, zu wecken. Eremesia kam auf ihn zu. "Es tut mir Leid..." sagte Eremesia und nahm den jungen Segeta in den Arm. "Das war sicher Faust!" sagte Eremesia und Segeta nahm diese Worte wahr und vergaß sie seitdem nicht mehr.
Gegenwart:
"So ist das damals passiert. Später, also ungefähr mit Sechs, kam ich in ein Waisenhaus in der Nähe von Balamb. Ich weiß nicht, warum ich dort landete, aber seitdem will ich mich an Faust für den Mord an meiner Mutter rächen!" sagte Segeta. Camillia und Lilia sahen ihn erstaunt an. ~Er kennt also unsere Mutter!~ dachte Camillia. Lilia sah zu Camillia, welche ihr daraufhin etwas ins Ohr flüsterte. Dann sah Lilia zu Segeta. "Segeta, weißt du, wer wir sind?" fragte Lilia. Segeta sah die beiden schief an. "Camillia und Lilia?" Die beiden schüttelten die Köpfe. "Wir sind die Töchter von Eremesia. Und hier in Timber findet gleich eine Hexenversammlung statt." sagte Lilia. Segeta machte große Augen. "Dann seid ihr..." Lilia nickte. Segeta wurde mit einem Mal fröhlich. "Worauf warten wir dann noch! Auf zur Versammlung!" meinte Segeta. Doch die beiden Schwestern schüttelten die Köpfe. Du kannst doch dort nicht in SEED-Kleidung ankommen. Du musst dir was Neues anziehen!" sagte Camillia. Segeta nickte. Er begann sich sehr zu freuen. ~Ich werde Eremesia wieder sehen!~ Die Drei bezahlten ihre Bestellungen und gingen los, neue Sachen kaufen...
Akt 19 Ende