Kapitel 16: Am Lagerfeuer
Segeta und Vance saßen noch immer auf dem Felsvorsprung in den ausklappbaren Stühlen. "Es wird schon dunkel." meinte Vance, als die Dämmerung einsetzte. Segeta sah sich um. "Hexx ist noch nicht zurück. Ich glaube wir sollten mit dem Angeln aufhören und uns ein Lagerfeuer machen. So kann Hexx uns sehen, falls es zu dunkel wird." schlug Segeta vor. Vance nickte. "Keine schlechte Idee. Außerdem können wird uns den Fisch braten." sagte er und sah in einen Eimer, in denen sechs Fische schwammen. "Dann such ich mal Feuerholz und du räumst das Angelzeug zusammen." sagte Segeta und stand auf. Dann ging er los und sammelteÄste aus dem Wald, der sich nur 50 Meter von der Küste entfernt befand, an welchem auch die Straße lang lief.
Zu dieser Zeit waren Camillia und Lilia mit einem Auto unterwegs. Camillia fuhr das Auto und Lilia saß, mit verbundenem Oberkörper auf dem Beifahrersitz. Den Gurt hatte sie dabei nicht um die Schulter, sondern um den Bauch gewickelt. "Wie weit ist es noch bis Timber?" fragte Lilia. Camillia sah auf die Uhr. "Wir sind schon ne Weile unterwegs. Ich schätze mal es wird noch so 2 bis 3 Stunden dauern." sagte Camillia. Nach kurzer Zeit begann der Wagen jedoch zu stocken und wurde mit einem Mal langsamer, bis er völlig zum stehen kam. "Was ist denn los Camillia? Wieso halten wir an?" fragte Lilia. Camillia schluckte schwer. "Wir haben keinen Sprit mehr." sagte sie. "Was! Aber wie sollen wir dann nach Timber kommen! Ich will nicht so weit laufen!" sagte Lilia betrübt. "Aber Mum hat gesagt, dass wir auf alle Fälle nach Timber kommen sollen, zur Hexenversammlung. Ich glaube, es bleibt uns nichts Anderes übrig. "Aber wir sollten nicht in der Nacht laufen. Am besten übernachten wir irgendwo und warten, dass jemand hier lang kommt." sagte Lilia. Camillia nickte. "Wird wohl das Beste sein." sagte sie und lehnte sich zurück. Dann sah Camillia seitlich aus dem Fenster zur Küste. Dort sah sie mit einem Mal eine kurzhaarige blonde Frau stehen. Diese drehte sich um und sah zu Camillia. Camillia wandte sich zu Lilia. "Du schau mal, da steht jemand." sagte sie und Lilia sah nach links zur Küste. Doch sie sah niemanden. "Wo denn?" fragte Lilia. Camillia sah noch einmal herüber. Doch auch sie sah niemanden mehr. "Seltsam... Da stand doch gerade eben noch eine Frau." sagte Camillia. "Vielleicht hast du dir das nur eingebildet. Immerhin haben wir einen ziemlich stressigen Tag hinter uns." meinte Lilia. Camillia nickte. Beide waren gerade am Einschlafen, als Camillia noch einmal zufällig in den Rückspiegel sah. Dort sah sie scheinbar jemanden auf sie zukommen. Und dieser jemand missfiel ihr. "FAUST!!!" rief sie mit einem Mal zu Lilia. Lilia schrak hoch. "WAS!" beiden stiegen schnell aus dem Auto. "Wir müssen hier weg!" sagte Camillia panisch und Lilia nickte. Dann rannten sie die Straße Richtung Timber entlang. Als die beiden Mädchen sich vom Auto entfernt hatten, trat die Gestalt an den Wagen heran. Es war ein Moomba, der sich dem Wagen näherte. In der Dunkelheit konnte man ihn schnell mal mit einer Person verwechseln. Er sah in das leere Auto und lief dann auf den Wald zu, ohne irgendetwas Nennenswertes zu tun.
Die beiden Hexen rannten, so glaubten sie, um ihr Leben. "Dort hinten ist Licht!" meinte Lilia. Camilla nickte und sie rannten auf die Lichtquelle zu. "BITTE HELFEN SIE UNS, WIR..." rief Lilia als sie auf den Felsvorsprung zu rannten. Brach dann jedoch mitten im Satz ab, als sie Segeta und Vance Fische essend vorfand. "IHR!!!" schrie Camillia. Segeta und Vance sahen die beiden jungen Hexen ebenfalls erschrocken an. Dabei erkannte Segeta die beiden nicht. "Wer seid ihr denn?" fragte er deshalb. "Segeta! Das sind die beiden Hexen aus dem Haus, von denen ich dir erzählt hab!" sagte Vance, ließ seinen Fisch fallen und stand auf, wobei er die Fäuste hob. "Was wollt ihr von uns?" fragte Vance. Lilia, die sich etwas panisch umsah, ging auf Segeta zu. "Bitte helft uns, dieser Faust ist hinter uns her!" sagte sie. Segeta, der von dem Ganzen etwas überrumpelt war, sah zu Vance. ~Wenn Faust hinter ihnen her ist, hätte er sie doch schon längst.~ "Glaube ich nicht." sagte Segeta. Camillia sah ihn an. "Glaubst du etwa wir würden lügen! Dazu haben wir keinen Grund." sagte Camillia. Segeta nickte. "Stimmt eigentlich. Außer, dass ihr euch vielleicht rächen wollt!" sagte er, während er aufstand. Camilla verstand was Segeta meinte. "Verstehe, ihr seid noch sauer wegen dem Vorfall." Camillia machte auf einmal eine Verbeugung. "Dafür entschuldige ich mich vielmals. Aber wir wollten nur auf Nummer Sicher gehen. Schließlich seid ihr SEEDs." sagte Camillia. Lilia sah ihr Schwester an und senkte dabei ihren Kopf, da sie sich nicht Verbeugen konnte ohne Schmerzen zu haben. Segeta sah die Beiden an. ~Die scheinen es ernst zu meinen.~ Vance hingegen war eher misstrauisch. "Ihr glaubt doch nicht etwa, dass..." Vance stoppte, als er sah das Segeta auf Lilia zuging und ihr seinen Fisch reichte. "Ich nehme die Entschuldigung an. Außerdem kann ich doch nicht zwei junge Frauen, von denen die eine verletzt ist, alleine herumirren lassen. Egal ob sie Hexen sind oder nicht. Am Besten fangen wir von vorn an... Ich bin Segeta." sagte Segeta und hielt Lilia den gegrillten Fisch hin. Diese sah Segeta erstaunt an und nahm dann den Fisch. "Danke..." sagte sie und biss hinein. "Aber, aber..." stotterte Vance, der nicht glauben konnte, was er dort sah. Camillia war ebenso erstaunt. "Sag mal Vance, wie spät ist es eigentlich?" fragte Segeta. Vance sah auf die Uhr. Es ist mittlerweile knapp 21:30 Uhr. Wieso?" fragte Vance. Segeta ging zur Seite. "Ich habe eine böse Vermutung." sagte er...