Kapitel 18: Amoklauf
Segeta... Ich raste mit Vollgas nach Rocket Town zurück. Auf dem Weg wuchs mein Hass gegenüber allen, die Sephiroth als böse empfanden. Ich wollte es nicht wahrhaben, das er tot sein sollte... das er angeblich böse gewesen war... und das er den Planeten vernichten wollte. Ich wollte das alles nicht wahrhaben und redete mir ein, das es nicht wahr war. Ich hinterließ eine große Staubwolke.... es war mir egal.... Ich fuhr auf keiner Straße... es war mir egal... Der Wind und aufkommender Regen peitschte gegen mein Gesicht... es war mir egal... Monster lauerten oft in dieser Gegend... es war mir egal... mein Magen knurrte... es war mir egal... doch... eins war mir in diesem Moment nicht egal... Rache!... Ich wollte Rache. Ich wusste in diesem Moment nicht wirklich warum, ich alle anderen tot sehen wollte, da ich mich doch erst nur an Cloud und seinen Freunden rächen wollte.... Doch dies war mir wiederum egal... Das sie in einer Gruppe waren... es war mir egal... Selbst wenn die mit einer Armee von Shinra Soldaten gegen mich kämpfen wollten... es war mir egal... Mein eigenes Leben... es war mir egal......
Nach einiger Zeit erkannte ich Rocket Town in der Ferne. Mir lief eine Träne die Wange hinunter. Ich war an einem emotionalen Tiefpunkt. Mein großer Traum war es immer eine Familie zu haben, eine liebe Frau, einen Sohn und/oder eine Tochter. Wenn nicht auch zwei. Das sie in Frieden aufwuchsen usw. Halt der einfache Traum eines jeden normalen Mannes. Doch mit dieser Nachricht sah ich alles als zerstört an. Ich hatte keine liebenswerte Frau. Ich hatte einen Sohn, der immer vor meiner Nase war und dem ich nicht helfen konnte, weil er ein angeblicher Waise war. Dann verließ ich ihn für Jahre. Nur um zurückzukehren und zu erfahren, das er alleine gegen eineÜbermacht gestorben ist. Um dann zu erfahren, das er mein Sohn ist... Mein eigen Fleisch und Blut, den ich sich selbst überlassen hatte....
In Rocket Town... Cloud und die anderen räumten gerade die Trümmer der Häuser weg. "Warum solch etwas für jemanden, der so viel Leid über uns gebracht hat?" fragte Tifa, als sie die Trümmer mit einem Blick überflog. "Der ist verrückt..." meinte Yuffie. "... Der ist völlig abgedreht. Wie der Meister so der Schüler heißt es bei uns. Ist ja kein Wunder das Sephiroth so drauf war. Bei dem Typen als Ausbilder.... Ich frage mich welche geistesgestörten noch bei Shinra gearbeitet haben." Yuffie und Tifa hoben einen großen Holzbalken an und trugen ihn zwei Meter weiter zu einem Sammelhaufen für noch relativ verwertbares Material. "Na ja, wenigstens ist er nicht hier..." meinte Yuffie noch. Tifa, die ihr gegenüberstand sah, wie sich ein Motorrad der Stadt näherte. "Sind das Reno und Vincent?" fragte Tifa. Yuffie drehte sich um. Sie versuchte die Person auf dem Motorrad zu identifizieren. Dann sah sie etwas gleich neben dem Motorrad blinken. "Gib mir mal das Fernglas!" meinte sie. Tifa ging es holen und reichte es ihr. Yuffie sah durch das Fernglas. Sie erkannte die Person auf dem Motorrad. Es war Segeta, der die Masamune bereits gezogen hatte und mit einer Hand das Motorrad lenkte. "D... das ist der Typ! Dieser Segeta!" meinte Yuffie. "Was?" Tifa erschrak. "Ich hole Cloud." Sie rannte um das abgebrannte Haus, wo Cloud mit zwei anderen gerade weitere Trümmer beseitigte. "Cloud! Segeta... er ist wieder da!" Cloud sah sie erschrocken an. Dann rannte er mit ihr vor zur Hauptstraße.
Kurz darauf erreichte Segeta die Stadt. Cloud, Tifa und Yuffie waren bereit. Tifa hatte ihre Handschuhe bereits angezogen und Yuffie hielt ihren großen Wurfstern bereit. Segeta erreichte die Stadt und sprang nach oben vom Motorrad. Dieses fuhr alleine weiter auf Cloud zu. Dieser sprang zur Seite und das Motorrad raste in das abgebrannte Haus. Cloud rannte ihm hinterher. ~Meine Schwerter!~ Währenddessen stand Segeta am Eingang der Stadt und sah zu Tifa und Yuffie. "Wo ist er?!" fragte Segeta. "Wer?" fragte Yuffie zurück. "ANTWORTE MIR GEFÄLLIGST RICHTIG!!!" Segeta griff Yuffie ohne weitere Vorwarnungen an. Er schlug mit hoher Geschwindigkeit immer wieder mit der Masamune zu. "Yuffie!" Tifa griff ein, erntete aber nur einen Hieb mit dem schwert, der sie am linken Oberarm verletzte. Sie landete verletzt auf dem Boden. Dann kam Cloud, mit zwei von seinen Schwertern in den Händen. "TIFA!" Segeta sah ihn, dann trat er nach Yuffie, sodass diese hinfiel und griff Cloud direkt an.
Segetas Schläge waren schnell und präzise. Jedoch vollkommen unüberlegt. Cloud hatte ziemlich Mühe sich, trotz der Benutzung von zwei Schwertern, zu verteidigen. "Was soll das?" fragte Cloud. "IHR HABT IHN GETÖTET!!!" schimpfte Segeta. Er schlug immer weiter auf Cloud ein, der dessen Angriff nur mühsam abwehrte. "Cloud! Ich helfe dir!" meinte Yuffie. Sie warf ihren Wurfstern auf Segeta, der ihn in den linken Unterarm bekam. Segeta schrie kurz auf, dann sprang er zurück, zog sich den Wurfstern aus dem Unter arm und rammte ihn Yuffie in den Oberschenkel. Sie schrie nun ebenfalls auf und konnte sich nur noch auf einem Bein halten. Cloud griff Segeta an. Dieser wehrte Clouds Angriff jedoch ab und konterte wie ein lebensmüder zurück. Cloud hatte ernsthafte Probleme sich zu verteidigen. "STIRB!!! WARUM STIRBST DU NICHT?!?!?!" Segeta prügelte auf Cloud förmlich ein. Dieser konnte nichts anderes tun als Ausweichen. Segeta gewann die Oberhand. Dann schlug Tifa ihm von hinten gegen den Rücken, sodass er nach vorn flog. Segeta landete auf seinem verletzten linken Arm und man hörte ein Knacken. Segeta linker Arm war gebrochen. Doch Segeta schien weder Schmerz noch sonst irgend etwas wahrzunehmen. Er griff Tifa an und verletzte sie mit der Masamune schwer. Dann wandte er sich wieder Cloud zu. Dieser sah erschrocken zu Segeta. "Yuffie!... Tifa!" Cloud wurde sauer und griff nun Segeta an. Dieser wehrte Clouds Angriffe scheinbar locker ab.
"Du kannst mir nicht das Wasser reichen!" meinte Segeta und schlug so auf Cloud, das dieser beim abwehren zurück flog. Dann hielt Segeta wie schon einmal die Masamune nach oben, die daraufhin begann Energie um sich zu sammeln. Der Himmel bewölkte sich und Cloud sah erschrocken zu Segeta. "Meteor!" Segeta nickte. "Aber diesmal mit voller Kraft!" Die Wolkendecke lichtete sich und der Meteor wurde sichtbar. "Heute wird es zu Ende gehen!" meinte Segeta und wollte gerade den Meteor dazu bringen sich auf den Planten zu zubewegen, als sich ein Schuss löste und seine Hand traf. Er konnte die Masamune nicht mehr halten und ließ sie fallen. Der Zauber von Meteor verlor seine Wirkung und die Wolkendecke zog vom Wind her weiter. Die Masamune landete mit einem metallischen Geräusch auf dem Boden. Segeta fasste sich an seine Hand. Er schrie nicht, sondern schien den Schmerz kaum zu spüren. Dafür lief ihm das Blut aus dem Oberarm und der Hand am Körper nach unten. Was dazu führte, das er langsam das Bewusstsein verlor. "Vin...cent..." gab Segeta noch von sich, dann brach er durch den Blutverlust zusammen.
Vincent, der geschossen hatte, atmete erleichtert auf. Von weitem kamen Leute, die den Kampf gehört hatten. ZweiÄrzte kamen auch sofort. Cloud kam zu Vincent, der neben Segeta stand und ihn musterte. DieÄrzte schafften Tifa und Yuffie sofort weg. "Jetzt ist es vorbei." meinte Cloud. Vincent nickte. "Was ich aber immer noch nicht verstanden habe, ist warum er das getan hat. Ich meine Sephiroth war doch nicht wirklich jemand, der es Wert gewesen wäre gerecht zu werden." meinte Cloud. Vincent sah ihn an. "Für ihn war Sephiroth nicht derjenige, wie wir ihn kennen. Für ihn war er etwas besonderes." erklärte Vincent. "Warum? Weil er es Sephiroths Mutter versprochen hatte?" Vincent schüttelte den Kopf. "Nein... Sephiroth war sein Sohn. Er wusste es zwar erst nicht, aber soweit ich weiß hat er ihn wie einen Sohn geliebt." Cloud sah ihn geschockt an. "Das soll Sephiroths Vater sein?" Vincent nickte. Dann kam einer derÄrzte. "Ist bei ihnen alles in Ordnung Herr Strife?" Cloud nickte. "Bei mir ist alles in Ordnung, aber sie sollten ihm hier helfen. Cloud zeigte auf Segeta. Der Arzt wusste nicht recht. "Wie sie meinen." Er rief seinen Assistenten und ließen Segeta in Gasthaus bringen.