Kapitel 7: Nebenjob
Ich hatte mich entschieden. Ich und Coca fuhren gerade mit der Gondel nach unten, als mir auffiel das ich völlig Pleite war. Als ich in North Corel ankam und ausstieg überlegte ich mir, wo ich am besten Geld verdienen konnte, da ich auch gerne mal wieder etwas Richtiges essen wollte, außer nur irgendwelche Beeren und gekochtes Gizarkraut. Ich ging durch den Ort. Aber nirgends wollte mich jemand arbeiten lassen. Die Leute hatten selbst kaum Geld. Ich saß am Ortrand. ~Menno, man muss doch irgendwo Geld verdienen können!~
Nach einer Weile kamen zwei an mir vorbei. "Hast du schon von den Monstern gehört?" meinte der eine zum anderen. "Nee was denn?" "Na die Monster. Die sind um einiges aggressiver geworden." "Na und?" "Na die mögen glitzernde Sachen und sammeln Gil-Geldstücke." "Und... das ist doch nur Kleingeld. "Ja aber trotzdem komisch oder. Die greifen mittlerweile Sogar Menschen an, um an die Münzen zu kommen."
Nachdem die beiden Jungen an mir vorbeigezogen waren, erhob ich mich mit einer Idee, wie ich an Geld kommen würde. Ich bot Leuten an, die Monster zu beseitigen, kassierte das Geld und behielt das, was die Monster mit sich herum trugen. So machte ich mich auf in die Stadt. Die Leute, versprachen mir 500 Gil, wenn ich 10 größere Monster erledigen würde, da die Monster die Kohleförderung und die damit zusammenhängende Wirtschaft stark einschränkten. Dafür legten sie zusammen. Und so machte ich mich auf den Weg. Laut den Leuten soll sich in der Umgebung auch ein besonders großes Monster herumtreiben. Als ich einige Kilometer von North Corel entfernt war, kamen mir gleich ein paar Monster entgegen. Ich stieg von Coca ab, der ein wenig ängstlich zurückwich. "Na kommt schon!" Die Monster, übergroßen Echsen mit scharfen Krallen an den Pfoten sprangen auf mich zu. Ich ließ die Masamune blitzschnell erscheinen und teilte eines der Monster in zwei Hälften. Das nächst griff mich von hinten an. Als es zuschlagen wollte, wich ich dem Schlag aus und hackte ihm durch einen Konterangriff die Pfote ab. Die Echse schrie auf und weitere Echsen erschienen. ~Jetzt gibt es richtig Geld.~ In der nachfolgenden Auseinandersetzung, hatte ich ca. 8 Echsen getötet. Mittlerweile gingen die restlichen ein Stück zurück, und warteten auf eine Unachtsamkeit meinerseits. Leider fanden sie keine, denn dann hätte ich mehr verdienen können.
Nach einer Weile hatten sich mehr als 50 Echsen versammelt und ich rechnete mir schon aus, wie viel Geld ich zusammenbekommen würde. Doch dann bebte die Erde und die Echsen sahen sich angsterfüllt um. Coca flog bereit über mir und beobachtete mich. Die Echsen rannten auf einmal weg und ich sah mein Geld flöten gehen. "KOMMT ZURÜCK IHR ELENDEN VIECHER!" brüllte ich ihnen hinterher, doch dann merkte ich das etwas hinter mir stand. Denn es warf einen sehr großen Schatten. Ich drehte mich langsam um und da stand er. Ein Eisengigant. Ich hasste Eisengiganten. Mit einem Schwert konnte man diese mit Eisenpanzern geschützten Riesen nur schwer bezwingen. Ich schluckte schwer. Der Gigant sah mich an. "Tagchen..." meinte ich zu ihm. Der Gigant, der ein großes eisernes Metallschwert trug, schlug zu. Ich wich dem Schlag aus und der Gigant traf die Erde. Das große Eisenschwert hatte eine Kerbe in den Boden gerammt... oder besser einen Minigraben. Der Gigant wollte gerade wieder zuschlagen, als dieser plötzlich aufschrie und zu Boden kippte. Ich wunderte mich erst warum, doch dann sah ich warum. Er hatte eine Art Stock ins Genick gerammt bekommen. Ein jung aussehender, durchtrainierter Mann nahm den Stab in die Hand und holte ihn mit einem einzigen Ruck wieder heraus.
Nachdem ich vom Boden aufgestanden war, begann er mit mir zu reden. "Lang nicht mehr gesehen Seg." meinte er. Ich wollte nicht wirklich glauben, das ich ihn hier antreffe. "Hexx? Alter was machst du denn hier? Du siehst ja immer noch so jung aus wie früher." Hexx klopfte sich den Dreck von den Klamotten. "Ist ja auch kein Wunder! Wer hat mich den damals mit in den Lebensstrom gezogen, weil sich jemand nicht an der Brüstung festhalten wollte, sondern an mir!" "Ach ja, das war schon ne lustige Sache damals..." Ich musste unweigerlich ein wenig lachen. "Was ist daran so lustig?" fragte mich Hexx. "Nun, ich hätte nicht gedacht, das ich dich nach all der Zeit hier wieder sehe." Hexx ging zu den toten Echsen. "Ich auch nicht. Aber sag mal was machst du hier? Trainierst du?" meinte er. "Ich mache hier nen Nebenjob für die Bewohner von North Corel. Ich..." Hexx unterbrach mich. "Lass mich raten. Du bist pleite." "Äh... ja." "Na gut. Ich bin nur auf der Durchreise. Ich sehe mir die Welt ein wenig an und suche nach starken Gegnern." "Du bist immer noch der Alte. Aber du kannst ja mal einen gewissen Cloud Strife herausfordern." Hexx sah mich an. "Cloud Strife... Ist der stark?" Ich nickte. "Ja, er hat Sephiroth besiegt." Hexx machte große Augen. "Ist das so... Gut, dann sehen wir uns wieder." Dann sprintete Hexx auf einmal los.
Hexx rannte durch die Wüste, als ihm gerade ein paar Echsen entgegen kamen. Sie griffen ihn an, doch Hexx ließ sich davon nicht beirren. Er holte mit seiner Faust aus. "DRACHFAUSTSCHLAG!!!" Er schlug der Echse gegen die Seite, woraufhin bei ihr die Rippen brachen und zur anderen Seite aus der Haut austraten. In der Drehung kickte er eine weitere Echse weg, wobei er sie im Genick traf. Sie war sofort tot. Er rannte weiter Richtung Costa del Sol.
Unterdessen hatte ichÜberreste der Echse zusammengesucht und nach North Corel zurückgebracht, als Beweis für den Jagderfolg. Ich bekam rund 600 Gil. 500 für die Echsen und hundert für den Giganten, der eigentlich von Hexx erledigt wurde. Aber was keiner weiß, macht keinen heiß. Und so brach ich nun mit 600 Gil mehr in der Tasche nach Rocket Town auf, da ich über Cid die meisten Informationen besaß, im Gegensatz zu den Wenigen zu Nanaki oder Vincent. Eigentlich wusste ich über Vincent gar nichts. Und Nanaki war eine Art Wolf, so stellte ich ihn mir zumindest vor. Aber nun kümmerte ich mich erst einmal um Cid Highwing, den Cousin von MC Cid, der sich nach ihm benannt hatte...