Kapitel 6: Zu Gast beim Herzog
Ich hatte den Opal die gesamte Zeit bei mir. Doch ich merkte nicht viel von einer Art Beschwörung. Ich kam gerade nach Hause, als Segeta in der Tür stand, mit einem geöffneten Brief in der Hand. ~Oh nein!~ dachte ich. Doch Segeta sah mich nicht wütend an. "Der Herzog will dich sehen. Heute Abend!" meinte er. Ich war erstaunt. "Was will er denn?" fragte ich überrascht. "Keine Ahnung." gab mir Segeta als Antwort zurück. Ich ging auf mein Zimmer. Segeta ging an diesem Nachmittag noch einmal weg. In dieser Zeit, kam ein Mog vorbei. Er brachte mir einen neuen Brief von meinem angeblichen Vater. In ihm stand etwas anderes als sonst: "Kuea! Geh nicht zum Herzog. Flieh! Du bist noch nicht stark genug, um gegen sie zu bestehen! Bitte!" meinte er. Ich war irritiert. Was sollte das? Ich legte den Brief in die Schublade, in der schon mehrere Briefe lagen. Dann wurde es nach einiger Zeit Abend und Segeta kam wieder nach Hause. Dann gingen wir zum Herzog...
Im Palast von Lindblum fühlte ich mich nicht wohl. Der Thronsaal sah zwar wunderschön aus, doch die Stimmung hier verriet nichts gutes. Der Herzog Cid II saß in seinem Thron und sah auf mich herab. Er war jünger als ich selbst. Gerade einmal 14. Doch der Herzog und seine Frau, waren bei einem Unfall gestorben und nun saß er auf dem Thron. Ich kniete wie die anderen auch. Dann begann er mich anzusprechen. "Sie sind also Kuea Glory?" fragte er mich. "Ja, das bin ich." bestätigte ich ihn. "Er sah mich leicht gelangweilt an. "Ihr seid 16 geworden, stimmt das?" "Ja, das bin ich." bestätigte ich ihn erneut. Der Teenagerherzog sah mich nun mit scheinbar interessierter Miene an. "Ihr seid nicht seine leibliche Tochter, sondern lebt nur bei ihm. Stimmt das?" fragte er weiter. Ich sah leicht verwirrt zu Segeta, der am Rande stand und scheinbar nicht wissend, worauf Cid II. hinauswollte, mit den Schultern zuckte. "Ja das stimmt." antwortete ich. Dann sah mich der kleine Herzog mit einem kleinen Grinsen an. "Wie kommt es dazu, das ihr Segetas Nachnamen habt, wenn ihr aber nicht mit ihm verwandt seid oder er euch adoptiert hat?" fragte der Herzog. Ich wusste in diesem Augenblick nicht was ich sagen sollte. Daraus hatten wir nie einen Hehl gemacht. Es war einfacher für uns gewesen, als wir nach Lindblum kamen, das ich seinen Nachnamen trug. So hatten die Leute keine Fragen gestellt. "Ich... äh... Ich trage ihn einfach. Ist das denn so schlimm?" fragte ich Cid II. direkt. Dieser schüttelte nur den Kopf. "Das ist Identitätsverheimlichung! Das kann ich nicht tolerieren!... Wachen! Nehmt sie fest!" Ich schreckte hoch. "Was!" Die Wachen kamen auf mich zu, doch Segeta ging dazwischen. "Was soll das? Das ist doch kein Verbrechen!" meinte er, doch die Soldaten umzingelten ihn. Segeta konnte gegen solch viele Gegner nichts ausrichten. Er sah zu mir. "Kuea..." Die Wachen kamen auf mich zu. Ich ging zurück. "Nein! Last mich in Ruhe!" meinte ich, doch die Wachen kamen auf mich zu. Als sie mich packen wollten, schrie ich auf und in diesem Moment begann der Opal zu leuchten und eine Frau, deren Körper hellblau war, wie die Farbe des Eises, erschien. Sie griff die Soldaten an indem sie eine Art Welle gegen die Soldaten schickte und diese einfror. Ich war geschockt. Dann sah mich die Frau an. Sie sah auf ihre Art und Weise wunderschön aus. "Shiva!" meinte Segeta erschrocken. Ich selbst wusste nicht was ich tun sollte. Die Frau stand nur da und sah mich an. Der Boden unter ihren Füßen gefrierte in einem Radius von 20 cm. Dann verschwand sie auf einmal, indem sie sich in Nebel auflöste. Die Soldaten, die erst erschrocken zurückgewichen waren, stürmten auf mich zu und einer Schlug mir mit dem Griff seines Schwertes in Genick, als ich gerade wegrennen wollte. Ich hörte Segeta nur noch, wie er sich scheinbar gegen die Soldaten wehrte. Dann verlor ich das Bewusstsein...
Ich wachte in einem Kerker auf. Mein Kopf tat weh von dem Schlag des Soldaten. Ich sah mich um. Es war ein ziemlich großer Kerker. Mein Bein war an einer Kette festgebunden und ich saß auf einer Art Bett. Ich versuchte irgendwie von dem Bett wegzugehen, doch ich konnte mich nur in einem Radius von ungefähr 3 Metern bewegen. Die Kette war zu robust und stabil, als das ich ich mich von ihr hätte befreien können. Wenigstens war eine Art Toilette neben dem Bett. Ich wartete eine Weil, ob überhaupt jemand vorbei kommen würde. Und nach einer Weile kam dann jemand...