Kapitel 1: Ein Nachmittag in Lindblum
Es war morgen und ich lief durch die Straßen Lindblums. Meiner Heimat. Ich war ein Waisenkind. Meine Brötchen verdiente ich als Zeitungsmädchen. Mein Name war Kuea. Meine Mutter war gestorben. Meinen Vater kannte ich nicht. Sie hatte mir nie gesagt, wer er sei, nur das ich mich für ihn schämen sollte! Aber das tat ich nicht, da ich ihn nicht kannte und er ja bereits vor meiner Geburt verstorben sein soll. Glücklicherweise musste ich nicht in einem Heim oder ähnliches leben. Ein Freund meiner Mutter ließ mich bei sich wohnen. Hier in Lindblum. Er war ein begnadeter Kämpfer und ab und an nicht zu Hause. Da konnte ich immer mal mit ein paar Kumpels feiern. Zudem bezahlte er das Schulgeld, wodurch ich sogar an die Hochschule gehen konnte. Nun war ich 16 und es war mein erster Tag an der Hochschule. Der Freund meiner Mutter war nicht da, er war Soldat in der Armee Lindblums und diese waren zu einem Einsatz in der Nähe von Dali. Ich saß im Klassenzimmer und eine Lehrerin kam hinein. Sie knallte einige Bücher auf den Tisch und sah mit strengem Blick in die Klasse. Vor mir saß ein Mog, der bei dem Knall der Bücher aufgeschreckt war. "So, da ihr die Neulinge seid erkläre ich gleich einmal, was ich niemals dulde. Störungen! Gespiele im Unterricht! Und Besserwisserei!!! Hab ich mich klar ausgedrückt!!!" Die klasse nickte. "Ach und noch etwas! Wenn ich euch etwas frage, dann antwortet ihr. "JA FRAU WACKELARCH!!!" verstanden!" "Ja Frau Wackelarch!" Ich begann zu kichern. "Was gibt es da zu kichern?" fragte sie mit einem strengen Ton. Sie sah auf den Sitzplan. "Miss Glory will also schon einen Vortrag halten. Und das über unser erstes Thema! Zeitgeschichte!" Sie sah mich mit strengem Blick an. Ich sah sie entsetzt an. "Ja Frau Wackelarch. Und worüber?" meinte ich. Sie dachte angestrengt nach. "Da wir demnächst Geschichte der heutigen Zeit behandeln, halten sie einen Vortrag über das Leben des Kuja und Zidane Tribal! Zidanes Leistungen und wie Kuja die Welt bedrohte. Sowie eine Auflistung, warum an Kuja nichts gut zu heißen ist!" Ich bekam die Tür nicht zu. Ich sollte über diesen Zidane einen Vortrag halten. Den Typen konnte ich nicht ausstehen! Kuja war meiner Meinung nach nicht so schlimm wie dieser Zidane.Über den wurde immer nur gesprochen. Zidane hier, Zidane da. Gut das es bei uns Zuhause nicht so ablief. Da hatte ich meine Ruhe. "Haben sie etwas auszusetzen?" fragte Freu Wackelarch. "Nein Frau Wackelarch." "Gut." Sie drehte sich um und schrieb das Thema des Unterrichts groß an die Tafel. "Habe nichts auszusetzen Frau Wackelarsch!" flüsterte ich leise zu ihr. Als ich meinen Kopf auf den Tischpult legte, um mich von eben auszuruhen und mir einen gemütlichen Blick zur Tafel zu verschaffen, versperrte mir der Moogrie vor mir die Sicht. Es war ein hässlicher Tag.
Als ich am Nachmittag nach Hause kam, setzte ich mich gleich hin um diesen scheußlichen Vortrag zu machen. Nach einer Stunde ging die Tür auf und jemand trat ein. Ich stand auf und sah nach, als mir der Freund meiner Mutter entgegenkam. "Na Kuea, wie war die Schule?" fragte er. "Na ja. Ging so. Und bei dir Segeta?" antwortete ich ihm. Segeta, der Freund meiner Mutter. Er war nicht wirklich "der Feund". Eher ein bekannter meiner Mutter. Aber nach ihrem Tod hat er mir angeboten, das ich bei ihm zu wohnen könnte. Das fand ich richtig gut. So hatte ich sogar mein eigenes Zimmer. "Stell dir vor, meine Dienstzeit ist endlich vorbei. Jetzt kann ich richtig Geld verdienen und wir machen mal Urlaub!" meinte er fröhlich. Ich war erstaunt, das seine Dienstzeit schon vorbei war. Normalerweise würde sie noch drei Monate dauern. Er hatte einen Antrag gestellt die Armee verlassen zu dürfen. Er meinte, wir würden dann in seinen Heimatort ziehen. "Warum das denn?" fragte ich. "Wegen überfüllter Kasernen. Es melden sich zu viele für den Soldatendienst. Meiner Meinung nach steht bald ein Krieg bevor, wenn das so weiter geht zwischen Lindblum und Alexandria." Ich erschrak. "Wieso das denn?" Segeta setzte sich hin. "Wegen dem Sohn vom Altherzog Cid. Das ist so ein Arsch! Aber keine Angst, wenn es dazu kommen sollte, dann beschütze ich dich schon." "Na dann ist ja gut." antwortete ich ihm. Er sah auf meine Schulsachen. "Am ersten Tag schon Hausaufgaben?" fragte er. Ich nickte. "Und über was?" fragte er weiter. "Über Zidane und Kuja. Ich soll über beide ne Bio anfertigen und sagen, warum Zidane so gut und Kuja so schlecht ist." Segeta nickte. "Über Zidane kann ich dir nicht mehr viel erzählen, aber über Kuja kann ich dir einiges erzählen." Ich sah ihn erstaunt an. "Was denn? Ich denke nicht das du mir mehr erzählen kannst, als unsere Geschichtslehrerin." sagte ich zu ihm ohne zu diesem Zeitpunkt zu wissen, warum er dann so im nachhinein reagierte, wie er reagiert hat, indem er wortlos das Zimmer verließ. Ich sah ihm hinterher, machte mir darüber aber keine Gedanken. Ich dachte er wäre einfach nur eingeschnappt gewesen.