Kapitel 51: Der Anfang vom Ende
Es waren mittlerweile zwei Stunden vergangen, seit Hexx, Vance, Lilia und Segesta in jeweils eine Zelle gebracht wurden. Die Zellen waren im Kreis angeordnet, sodass sich jeder sehen konnte. Hexx saß im Schneidersitz in seiner Zelle. Die Anderen standen.
"Wie kann das sein? ... Wie kann sowas möglich sein?" fragte Segesta irritiert. Lilia stimmte zu. "Ja. Als ob er eine völlig andere Person war." sie lehnte den Kopf gegen die Säule. Vance tastete die Gitterstäbe ab, in der Hoffnung eine mögliche Schwachstelle der Zellen zu finden. Doch waren sie alle magisch gesichert. "Die Frage ist eher, was macht er hier? Schließlich ist er ja eigentlich gestorben." meinte Vance. "Ja.. aber dann währe er nicht hier." antwortete Segesta. "Ja." Dann schwiegen alle. Sie wussten nicht was passiert war. Warum Segeta wie aus dem Nichts von den Toten auferstanden war und den Befehlen Eremesias folgte. Nach einiger Zeit der Stille öffnete sich die Kerkertür und Camillia betrat das Verließ. Alle sahen zu ihr. Lilia sprang auf. "CAMILLIA! Was ist hier los?" fragte sie ihre Schwester. Diese ging zu den Dreien. "Es tut mir leid!" sagte Camillia. "Was tut dir leid?" fragte Lilia. "Das mit eurem Freund!" antwortete sie "Was habt ihr mit ihm gemacht?" fragte Segesta. "Mutter kontrolliert ihn per Gedankenkontrolle." erklärte sie. Segesta ließ den Kopf hängen. Was viel interessanter wäre, warum ist Segeta eigentlich hier?" fragte Vance. Camillia sah zu ihm. "Er ist vor etwa zwei Tagen hier aufgetaucht. Wir dachten erst er wollte uns angreifen, aber als die Wachen ihn attackierten, ist er einfach zusammengebrochen. Später ist er dann in einer Zelle aufgewacht und hat die ganze Zeit irgendwas von 'seinem zukünftigen Ich' gefaselt." erzählte Camillia. Lilia, Segesta und Vance sahen sich gegenseitig irritiert an. "Was ist da nur passiert?" fragte Lilia. Camillia seufzte. "Ich weiß es nicht, aber er schien völlig neben der Spur zu sein, so als würde er seine Umgebung gar nicht wahrnehmen." fuhr Camillia fort.
Hexx, welcher bisher kein Wort gesagt hatte, stand auf. "Und deswegen bist du extra hergekommen?" fragte er. Camillia war ein wenig überrascht über Hexx Reaktion. "Äh, nein... nicht unbedingt. Eigentlich wollte ich euch bitten Mutter aufzuhalten! Sie hat sich vollkommen verändert." antwortete Camillia ein wenig zurückhaltend und leise. "Dann lass uns hier so schnell wie möglich raus! Oder willst du erst noch ne langweilige Geschichte erzählen!" fragte Hexx, ohne Camillia anzusehen. "Äh, ja... natürlich!" meinte Camillia. Sie entriegelte die Zellen und befreite die Vier. "Bitte beeilt euch! Mutter will Fausts Macht mit Gewalt bekommen, indem sie das Siegel bricht." meinte Camillia. "OK!" sagten alle außer Hexx. "Wenn du uns erst raus gelassen hättest und dann deine Story abgegeben hättest, währen wir bereits am Ziel!" schimpfte Hexx. Camillia sah in entgeistert an, doch hatte er in einem gewissen Sinne auch Recht. Kurz daraufhin wollten alle zur Tür gehen, als Hexx leicht den Arm hob und die Gruppe damit abhielt weiter zu gehen. "Was ist los?" fragte Segesta. "Er kommt!" war seine Antwort. Und in diesem Moment betrat Segeta, immer noch oberkörperfrei, den Kerker. "SEGETA!" rief Segesta, doch dieser reagierte daraufhin nicht. "Hexx, Lilia, Vance, Segesta und sollen sofort zur Meisterin gehen!" sagte Segeta mit monotoner Stimme. Sein Kopf war starr. Nur seine Augen bewegten sich leicht und musterten die Gruppe. "Ein Ausbruch wird euch nicht möglich sein! Auch wenn ihr Lady Camillia als Geisel nehmt! Also ergebt euch oder ich muss Gewalt anwenden!" sagte er weiterhin in seiner monotonen Stimme. "Und was soll so wichtig sein, dass sie uns sehen will? Schließlich haben wir Besseres zu tun!" fragte Hexx. "Sterben!" war Segetas Antwort. "Lady Camillia bitte treten sie von der Gruppe zurück." bat er Camillia. Diese machte jedoch keinen Schritte zur Seite. Segeta hob die Hand, an welcher sich Blitze bildeten. Als ein Blitze los schlug, sprang die Gruppe, mit Ausnahme von Hexx, auseinander. Hexx absorbierte die Elektrizität nur, da sie ihm dank Quetzacotle nichts anhaben konnte, sondern ihm sogar half. "Ich geh zu meiner Hinrichtung!" sagte er und ging gemütlich auf Segeta zu. Dieser nahm den Arm runter. Hexx ging weiter, bis er kurz vor Segeta stand. "Du stehst mir im Weg!" meinte Hexx. Er und Segeta sahen sich kurz gegenseitig in die Augen. Dann machte Segeta einen Schritt zur Seite und ließ Hexx passieren. Dieser ging an ihm vorbei. Als Hexx den Kerker verlassen hatte stellte sich Segeta wieder zurück. "Will ihm, noch jemand in sein unausweichliches Schicksal folgen!" fragte er. Als weder Camillia, Lilia, Segesta noch Vance Andeutungen machten etwas dergleichen wie Hexx zu tun, begab sich Segeta in Kampfposition.
"Segesta..." begann Vance. "Ja?" "Welches Element besitzt Segeta?" fragte Vance. "Das weiß ich nicht! Wir haben das damals mit seinem Vater nicht herausfinden können!" Vance sah zu Segeta. ~Verdammt! Damit kennen wir seinen Schwachpunkt nicht.~ Segeta ging einen Schritt nach vorne. "Irrelevant. Wenn ihr Widerstand leistet, bin ich befugt euch auch so zu töten!" sagte Segeta und ging langsam auf die Vier zu. "Camillia! Gibt es einen anderen Weg hier heraus?" fragte Segesta. "Ja, aber das ist ein ganz schöner Umweg!" sagte Camillia. "Dann geht und helft Hexx! Wir halten solange Segeta auf!" sagte Segesta. "Ja aber..." begann Lilia. "Nichts aber! Los!" befahl Segesta. Die beiden Hexen nickten und begann loszurennen. "Hier geblieben!" befahl Segeta und ließ einen Feuerodem los. Doch eine Wasserwand stellte sich zwischen ihn und den beiden rennenden Hexenschwestern. Vance nutzte das Grundwasser aus den Wänden des Kerkers. "Was hast du vor Segesta?" fragte Vance. "Mir bleibt nichts anderes übrig, ich werde seine Kräfte wieder versiegeln müssen, welche irgendwie frei gekommen sind." Segeta sah zu den beiden. "Dann kümmere ich mich halt zuerst um euch beide!"
Währenddessen ging Hexx den Gang zur Halle entlang, welcher zwar von HeX-Hexen bewacht wurde, doch war er mittlerweile so sauer, und von Segetas Blitzen geladen, das er sie spielend aus dem Weg räumte. Dann betrat er endlich die Halle. Dort waren vier Pfähle aufgestellt. Eremesia sah zum versiegelten Faust. Eine Reihe von Hexen hockten vor diesem und sprachen die ganze Zeit über magische Formeln. Hexx ging leise zu ihr, damit sie ihn nicht bemerkte, doch sie drahte sich mit einem Mal um. "Hexx!" sie sah sich in der Halle um. Doch es war niemand zu sehen. "Wo sind die anderen... und die Wachen?" Hexx ging auf sie zu. Er ballte seine Hand zur Faust und an dieser entstanden Blitze. "Du kommst eh zu spät Hexx, das Siegel ist gleich gebrochen und dann kann mich niemand mehr aufhalten!" Hinter Hexx begann es stark zu blitzen. Daraufhin erschien Quetzacotle. Eremesia hob nur die Hand und ein Feuerkreis bildete sich vor ihr. Aus diesem kam Ifrit. "Werden je sehen wer hier wenn aufhalten kann!"