Kapitel 46: Die Tränen einer Mutter
Segesta und Hexx warteten noch immer darauf, dass Faust nun endlich zurückkam. Seit dem Zwischenfall mit Eremesia war bereits eine Menege Zeit verstrichen und die Sonne ging bereits unter. Jedoch war es noch immer hell genug, um etwas zu sehen. "Ich glaube da kommt jemand!" meinte Segesta, als sie in die Ferne sah. Hexx stand auf und sah in die Richtung, in welche Segesta zeigte. "Ich glaube das ist Vance!" meinte Hexx und ballte die Hand zur Faust. ~Der will bestimmt seine Rechung begleichen!~ Segesta und Hex beschlossen ihm [Vance] entgegenzukommen. Als sie ihm näher kamen, sahen sie, dass er Segeta auf dem Rücken trug und Lilia ihm folgte. Dann, nach langer Wartezeit, trafen sie sich hier an der abgelegenen Küste. "SEGETA!!!" rief Segesta in freudiger Erwartung ihren Sohn aus der Gegenwart zu sehen. Vance und Lilia sahen sich verwundert an. "Wer sind sie?" fragte Vance misstrauisch. Segesta sah ihn entsetzt an. "Erinnerst du idhc nicht mehr Vance... Ich bin es Segesta!" meinte sie. Vance erschrak. ~Segesta!~ Währenddessen machte Lilia auf Segetas Zustand aufmerksam. "Ich glaube das ist nicht der richtige zeitpunkt für Gespräche!!! Segeta ist in einer ernsten Lage!" unterbrach sie die Anwesenden. Segesta sah Lilia erschroken an. "Was! Was iost mit Segeta? Und was ist mit Faust?" Sie riss Vance Segeta förmlich herunter. Dann bemerkte sie, was Lilia mit "ernstem Zustand" meinte! "Segeta!" Sie rüttelte ihn leicht. "Liebling wach auf, ich bin es Mama!" Sie fühlte seinen Puls, doch er war nicht mehr vorhanden. "Segeta! Segeta! Segeta Liebling, wach auf!" Sie begann zu weinen und nahm ihren toten Sohn in den Arm. "Se... ge... ta..." schluchzte sie, wobei sie vor lauter Tränen, welche ihr die Wangen hinunter liefen, kaum noch sehen konnte. Segesta drückte ihren Sohn fest an sich. "Ich hätte dich damals nicht alleine lassen sollen!... Ich hätte dich beschützen sollen! ... So wie es die Aufgabe einer Mutter ist, ihren Sohn zu beschützen!" Sie drückte ihn nun noch mehr an sich, sodass sie Segeta bereits hingesetzt hatte. Segetas Blut war bereits getrocknet, doch etws blieb noch an Segestas Kleidung hängen.
Währenddessen sahen Vance, Hexx und Lilia Segesta nur schweigend zu. Lilia kamen ebenfalls bereits die Tränen. Hexx wandte sich zu Vance um. "Wir sollten sie alleine mit ihm lassen! Es geht uns nichts an." sagte Hexx, ohne eine großartige Gefühlsregung zu zeigen. "Außerdem haben wir noch etwas zu begleichen!" meinte Hexx zu Vance. Dieser sah zu Hexx. "Du bist ein grausamer, skrupelloser, gefühlskalter, arroganter, geiziger und berechnender Egoist!" meinte Vance zu Hexx. Hexx sah ihn finster an. "Das mit dem geizig nimmst du zurück, oder ich breche dir sämtliche Knochen vor den Augen aller Anwesenden, dann können sie dich auch gleich betrauern!" warf er Vance entgegen. Dieser schüttelte nur den Kopf. "Du bist doch ein..." die beiden begannen zu streiten.
Lilia war nebenbei auf Segesta zugegangen. "Miss... Glory..." begann Lilia vorsichtig auf Segesta zu zugehen. Doch diese schien sie gar nicht mehr wahrzunehmen. "Segeta! Segeta ich lasse dich nicht mehr allein." sagte sie. Dann griff sie in ihre Hosentasche und holte ein kleines Taschenmesser heraus. Lilia, welche nun neben ihr stand, sah sie verwundert an. "Miss... Glory?" Segesta ließ die Klinge ausfahren. "Gleich bin ich bei dir mein Liebling!" sagte sie und wollte sich das Messer in den Hals rammten, als Lilia mit einem erschrockenem "NEIN!" ihre Hand festhielt. Segesta sah sie mit ihren verheulten Augen an. "Lass mich!" befahl sie, doch Lilia hielt ihre Hand tapfer fest. Segesta hatte keinen Kampfwillen mehr. Sie ließ einfach locker und das Messer fiel ihr aus der Hand und die Klinge rammte sich leicht in den Boden. "Segeta..." sagte sie noch einmal, dann brach sie vor Trauer zusammen...
Akt 46 Ende