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Fanfic

Hexenjäger

Die lange Geschichte aus dem früheren FFM-Radio-Forum, vollständig und kapitelweise aufbereitet.

Autor
Segeta
Kapitelanzahl
53
Startdatum
29.04.2007
Endedatum
20.12.2008

Kapitel 23: Lilias Entscheidung

Eremesia ging die Gänge des Hauses entlang. Was macht denn Segeta hier! Ich dachte das noch im Waisenhaus sitzt!... Und Lilias Verhalten gefällt mir gar nicht!~ Eremesia blieb vor einer Tür stehen und klopfte. "Camillia? Camillia bist du noch wach?" fragte sie und wartete auf eine Reaktion. "Komm rein, Mum!" gab Camillia aus dem Zimmer zurück. Eremesia betrat das Zimmer ihrer Tochter. Camillia lag im Bett und sah nicht besonders gut aus. Sie wirkte müde und geschafft. "Was gibt es, Mum?" fragte Camillia. Eremesia setzte sich zu ihrer Tochter ans Bett. "Ich wollte eigentlich nur wissen, wo ihr Segeta begegnet seid?" fragte Eremesia. Camillia sah ihre Mutter fragend an und wunderte sich, dass sie ausgerechnet sie danach fragte. Letzten Endes antwortete sie ihr dennoch ohne nachzufragen. "Bei der Villa an der Küste. Er war in Begleitung von Hexx und einem Anderen da." Eremesia nickte. "Verstehe... Aber sag mal, hast du Kopfschmerzen?" fragte Eremesia und tastete mit einer Hand die Stirn ihrer Tochter ab. "Ich glaube, ich habe mir irgend etwas eingefangen, als wir draußen waren... HATSCHI!!!" Camillia nahm sich schnell ein Taschentuch und schnaubte sich die Nase. Eremesia stand langsam auf. "Ruh dich besser aus, Liebling. Am besten schläfst du dich richtig aus und vielleicht geht es dir morgen besser." sagte Eremesia mit tröstender Stimme. Sie ging zur Tür und verließ das Zimmer. "Gute Nacht, Schatz!" sagte sie noch einmal von draußen. "Gute Nacht, Mum!" sagte Camillia und legte sich hin. Eremesia schloss langsam die Tür.

Segeta und Lilia warteten auf die Rückkehr von Eremesia. Segeta wurde müde. Es waren nun schon zwei Stunden vergangen, seit Eremesia kurz etwas erledigen wollte. Mittlerweile wurde er müde und im fingen schon an die Augen zu zufallen. Dabei war es Nachmittag. "Segeta wirst du müde?" fragte Lilia, welche sich darüber wunderte. Segeta versuchte ihr zu antworten, doch im nächsten Moment fiel er zur Seite und landete schlafend auf der Couch. Lilia versuchte ihn zu wecken. In diesem Moment betrat Eremesia das Zimmer. "Lilia! Geh sofort von ihm weg!" befahl Eremesia. Lilia sah zu ihrer Mutter und erschrak. Es betraten zwei weitere Hexen, in militärischer Uniform, den Raum. Sie waren von HeX [gesprochen: He:iks], die Hexer-Executioner. Lilia verstand nicht, was sie wollten. "Lilia komm sofort her!" befahl Eremesia mit strengem Ton. "Was ist denn los, Mum? Was will HeX hier?" fragte Lilia. Eremesia sah sie starr an. "Sie werden sich um Segeta kümmern. Er wird uns nicht mehr lange Probleme bereiten." sagte Eremesia. Lilia verstand nicht und stellte sich schützend vor Segeta. "Ich lasse nicht zu, dass ihr ihm etwas antut!" sagte Lilia. Eremesia seufzte. Die beiden Hexen sahen Eremesia an. "Was nun Lady Eremesia?" fragte die eine. Eremesia achtete nicht auf die Frage. "Lilia Liebling, bite geh zur Seite oder wir nehmen keine Rücksicht auf dich. Du weißt nicht worum es hier geht." sagte Eremesia. Lilia sah ihre Mutter immer noch verwirrt an. "Aber Segeta ist doch kein Hexer!" sagte sie. Eremesia schüttelte den Kopf. "Du weißt überhaupt nicht, was vorgefallen ist Lilia! Also geh bitte zur Seite." Lilia schüttelte den Kopf. "Das werde ich nicht!... Ich... ich mag ihn! Ich werde nicht tun was du sagst, Mum! Es gibt keinen Grund dafür!" sagte sie. Eremesia schloss die Augen und wandte sich zur Tür um. Die beiden HeX-Hexen sahen Eremesia an. "Und nun? Was sollen wir machen? Ihre Tochter wird sich nicht von ihm wegbegeben, sodass wir ihn fachgerecht beseitigen können, ohne sie zu verletzen." sagte die eine HeX-Hexe. Eremesia sah nicht zu Lilia zurück. "Er muss beseitigt werden, egal ob sie verletzt wird oder nicht!" sagte Eremesia. Lilia sah geschockt zu ihrer Mutter. "Wollen sie das ihrer Tochter wirklich antun? Schließlich ist sie eine Hexe. Ich meine es gibt sicher andere Wege und..." Eremesia unterbrach die HeX-Hexe. "Ich habe ab jetzt nur noch eine Tochter und die schläft in ihrem Zimmer!" sagte Eremesia. Die HeX-Hexen nickten. Lilia konnte es nicht glauben. "Mum!" Eremesia reagierte nicht, sondern verließ den Ort des Geschehens. "MUM!!!" rief Lilia noch einmal, aber Eremesia kam nicht mehr zurück. "Es tut uns Leid kleine Hexe, aber Befehl ist Befehl. Also los!" sagte eine der HeX-Hexen. Dann begannen beide ihre Arme auf Segeta und Lilia zu richten und Zauberformeln zu murmeln. Lilia wusste, dass das nichts Gutes bedeutete. Die HeX-Einheiten waren bekannt für ihre Fähigkeiten. Zwar hatte Lilia nie gehört, dass sie in den letzten 250 Jahren gegen einen Hexer gekämpft hatten, aber stark waren sie dennoch. Sie waren vor Ewigkeiten gegründet worden, um die restlichen überlebenden Hexer des Hexenkrieges zu eliminieren. Lilia versuchte schnell etwas zu unternehmen und baute ein Art Schutzbarriere auf. Die beiden HeX-Hexen griffen sie mit Schüssen an, doch die Barriere schützte Lilia vor Treffern. Dafür wurde der Raum in Mitleidenschaft gezogen. Dann schossen die beiden Hexen noch einmal und ein Schuss durchbrach die Barriere und traf Lilia, stark abgeschwächt, am Schlüsselbein. Sie fiel zurück auf die Couch und begann vor Schmerz zu schreien. Sie hatten sie an der verletzten Stelle des Schlüsselbein getroffen. Die Barriere brach daraufhin zusammen. "Ergib dich! Und geh von ihm weg!" befahl eine der HeX-Hexen. "Nein!" sagte Lilia entschlossen. Sie begann wieder aufzustehen. "Dann musst du leider leiden!" sagten sie und luden einen neuen Schuss. Lilia wusste nicht was sie tun sollte. Gegen die beiden HeX-Hexen hatte sie keine Chance. Sie drehte sich um und schnappte sich Segeta. Als die beiden HeX-Hexen schossen, hievte sie ihn unter starken Schmerzen im Schlüsselbein hoch und warf sich mit ihm, durch die Scheibe des Fensters, welches bereits stark beschädigt war. Sie flog hinunter, durch ein morsches Dach und landete genau in einen großen Strohhaufen. Die Schüsse der HeX-Hexen flogen knapp an ihr vorbei.

"Scheiße!" sagte ein HeX-Hexe und beide liefen zum Fenster und sahen hinunter. Lilia war Chocobostall gelandet und kroch mit Segeta aus dem Strohhaufen. Die beiden HeX-Hexen schossen erneut und Lilia versuchte sich unter dem Dach zu verstecken. Dabei hinkte sie und schleppte Segeta zu einem Chocobo, auf welchen sie ihn setzte. Ein Schuss traf den Boden und wirbelte Sand auf. Dies verschreckte den Chocobo, welcher sofort durch den offenen Stall rannte, hinaus in den Wald. Lilia sah ihm geschockt hinterher. "Nein! Bleib stehen!" sagte sie und wollte hinterher, doch ihr Fuß tat ihr weh und ihr Schlüsselbein brannte innerlich vor Schmerz, ganz zu schweigen von den restlichen Verletzungen. Sie schleppte sich aus dem Stall nach draußen. Die beiden HeX-Hexen hatten aufgehört zu schießen und rannten den beiden hinterher. Lilia konnte sich in den Wald schleppen, doch viel Vorsprung hatte sie nicht...